About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Nichts geht mehr!

So scheppert es mir jetzt noch in den Ohren. Ich kannte das noch aus den Casinos in Las Vegas, die ich 1998 besucht und dort aus 4 Dollar beim Black Jack mutig 150 machte und diese noch mutiger verlor und am Nebentisch Roulette gespielt wurde, nur kam der Spruch damals irgendwie logischerweise auf englisch und auch damals war meine Gier mein Schicksal. Nur diesmal lief es anders und sehr viel weniger teuer ab. Torsten rief mich an, ob ich nicht etwas Lust auf Roulette hätte, im Lokal seines Bruders Oli, wo ich schon Silvester verbracht hatte sei ein Rouletteabend nur ohne bares Geld, sondern Hauptsächlich um Getränke und Just for Fun. Ich sagte begeistert zu, denn so kam ich auch mal raus aus meiner Hütte. Das Publikum war Größtenteils das von Silvester, also alles nette Menschen. Bine, Torstens Frau drückte mir erstmal 10 kleine Plastikteile in die Hand, die sehr gerne auch Jetons genannt wurden und die ich beim Roulette setzen und damit zumindest die Ehre gewinnen sollte. Pustekuchen, denn als ich am Tisch mit den vielen Zahlen, Möglichkeiten und dem Groupier saß, übermannte mich eine herzhafte Gier. Ich setzte gerade und ungerade Zahlen, mal schwarz, mal Rot und irgendwelche Ketten, die ich nicht durchschaute und fragte und fragte und blickte nicht durch. Ich versucht ernsthaft ein System genau dort zu finden, wo nun wirklich keines ist. Beim Roulette. Ob nun Geld oder Jetons, mein Ehrgeiz war angestachelt und ich wollte gewinnen. Nur genauso, wie ich in Vegas immer diverse Karten zuviel hatte und partout weit über 21 Punkte kam, waren meine Jetons immer irgendwie an den völlig falschen Ecken. Ich war eben blöd und suchte ein System, wo nun wirklich keines ist. Diesen Fehler machen bestimmt fast alle, die das zocken. Ich sage fast alle, weil dann zwei Mädels anfang 20 kamen, die ihre Jetons recht wahllos auf den Tisch warfen und diesen zu meinem Entsetzen fast regelmäßig abräumten. Da erst bemerkte ich, das beim Glücksspiel das beste System ist, kein System zu haben. Die Atmosphäre war auch eine andere, als in Las Vegas. Für Einlagen von mir, wofür man mich dort über den Haufen geschossen hätte, oder mindestens einen Rauswurf mit Hausverbot geerntet hätte, erntete ich bei Olli nur ein munteres Gelächter. Es ging mir, wie Silvester, ich fühlte mich dort wohl. Torsten verlor recht wenig Jetons, denn er spielte im Nebenraum ganz simpel und weniger aufregend Schach! Ich wurde müde vom vielen Verlieren und er brachte mich, nachdem ich Olli noch mal geherzt und für den schönen Abend gedankt hatte nach Hause. Nächsten Freitag zocke ich wieder, vielleicht bin ich dann ja schlauer. Ich finde es Klasse, solche Freunde, wie Torsten, Oli und Bine zu haben und das seit Jahren und sogar Jahrzehnten. Bei ihnen weiß ich, das es mehr, als nur die virtuelle Welt gibt.