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Oskars Protestbewegung

Oskar Lafontaine, den früheren Vorsitzenden der SPD, sticht doch plötzlich wieder der politische Hafer und hat seine Partei verlassen und möchte nun tatsächlich mit der „Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit“ (WASG) und der PDS und mit einem sozialem ziemlichen Science Fiction als Programm nun gegen den alten Kumpel Schröder und Frau Merkel gleichzeitig antreten und alle links überholen. Der Kanzlerkandidat, der 1990 gegen Kohl so grandios gescheitert ist, glaubte nun ganz locker auf einer Protestwelle ins neue Kanzleramt surfen zu können.
Offenbar war dem guten Mann völlig entgangen, dass die Deutschen insgesamt erst einmal bedient sind, von allem, was sie für Links halten, also sogar von der SPD, die Schnauze ziemlich voll haben und glauben, dass eine neue Regierung, die wieder aus der bürgerlichen Mitte kommt, nur den Zauberstab schwingen muss und die gemachten Fehler der letzten 16 Jahre lösen sich in Wohlgefallen auf.
Da wollte nun Meister Lafontaine, der ja auch schon 65 ist und nach letzten Erkenntnissen nicht jünger wird, ausgerechnet mit einem Linksbündnis mit der PDS in die hastige Wahl, um dann als linker Kanzler alle Probleme der Deutschen lösen?
Bei allem nötigen Respekt vor seinen, eventuell erbrachten Leistungen, Oskar Lafontaine bekommt das Alter nicht.
Zusammen mit Gregor Gysi, der es mit der PDS schon oft genug und immer umsonst versucht hat, nun dem Volk eine neue Linke anzubieten, die sich vor allem selbst zerfleischt, hat mit ernst gemeinter und vor allem alternativer Politik nun wahrlich nicht mehr viel zu tun, sondern ist nur unglaubwürdig, stärkt Union und FDP und ähnelt nur einem politischen Harakiri, der noch viel Stoff für deutsche Satiriker liefern wird.
Es gibt nur ein Problem: Das erträumte Linksbündnis wird es wohl nicht geben. Zumindest nicht bei der anstehenden Bundestagswahl. Nach deutschem Wahlrecht können PDS und WASG nicht zusammen antreten: Listenverbindungen sind nicht vorgesehen und so wird zumindest ein politischer Selbstmord verhindert. Das gleiche Problem hatten zuletzt die rechtsextremen Parteien NPD und DVU, die sich schließlich die Bundesländer aufteilten.
Zur Bundestagswahl wird nur die NPD antreten, mit 15 von der DVU nominierten Kandidaten auf ihrer Liste.
So bleibt das Linksbündnis nur ein Wunschtraum von Oskar Lafontaine und Schröder musste nicht einmal durchatmen. Angela Merkel ja ohnehin nicht. Die kann nur müde lächeln, also grienen und die deutschen Gazetten hatten mal wieder ihre Story. Dieses Gesetz hat jetzt zwar Oskar Lafontaine vor einer politischen Dummheit bewahrt und vor seinem politischen Selbstmord, aber das Ganze hat gezeigt, das der ehemalige Kumpel von Schröder durchaus für politische Überraschungen gut ist und noch immer bei der SPD als Risikofaktor eingeplant werden muss.
Die Wahl selbst wird recht einseitig nur wieder eine zwischen Pest und Cholera werden, wobei ich lieber bei der aktuellen rosa Pest bleibe, denn die Auswirkungen der neuen schwarzen Cholera möchte ich erst gar nicht kennen lernen, denn besser wird es auf absehbare Zeit mit keiner von beiden Versionen. Ich nehme nur die sozialere Variante und das ist (noch) die rosa Pest.