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Palastrevolution

Lederstoiber

Seit der knurrige Landesherr der Bayern, Franz Josef Strauß, im Oktober 1988 verstarb, haben die Bajuwaren nicht unbedingt viel Glück mit den jeweiligen Regenten von der CSU. Der direkte Nachfolger im Amt, Max Streibl stolperte über die so genannte Amigo-Affäre, ein Bestechungsskandal, in dem ein Flugzeugbauer Bares für Aufträge aus dem Verteidigungsministerium bot, gab und die Aufträge über dunkle Wege auch bekam. Das flog natürlich auf und Streibl musste 1993 seinen Hut nehmen.
Von 1978 bis 1983 war Stoiber unter dem Parteivorsitzenden Franz Josef Strauß Generalsekretär der CSU. In diesem Amt erwarb er sich beim politischen Gegner einen Ruf als „blondes Fallbeil“.
Dann wurde er Streibls Nachfolger im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten und fühlte sich seitdem zu Höherem berufen und ließ dies ziemlich ungefragt seine Umwelt ganz gerne wissen.
Die meisten Details dieses speziellen politischen Wissens habe auch ich aus dem Internetlexikon Wikipedia, denn selbst wenn ich das via Fernsehen erlebt habe, soviel Müll kann sich keiner merken:

Zitat:
Zur Bundestagswahl 2002


Im Januar 2002 konnte sich Stoiber gegenüber Angela Merkel als gemeinsamer Kanzlerkandidat von CDU und CSU für die Bundestagswahl 2002 durchsetzen („Wolfratshausener Frühstück“). Schwerpunktthemen seines Wahlkampfs waren die Wirtschafts- und Sozialpolitik, dabei besonders die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die Innere Sicherheit und die wirtschaftliche Entwicklung des strukturschwachen Nordostens Deutschlands.


Wie jeder weiß, ist Stoiber bei dieser Wahl an dem fehlenden Zuspruch in den östlichen Bundesländern, die er alle per se als „frustrierte Ossis“ bezeichnet hatte und dafür nun die Rechnung bekam, grandios gescheitert und seitdem nahm er übel. Als Frau Merkel dann 2005 nach einem knappen Wahlsieg mit einer allzu willigen SPD in einer lustigen großen Koalition eine Regierung zusammenschusterte, zog es Stoiber plötzlich und offiziell wieder nach Berlin, weil er dort das Gewicht der CSU in die Regierung bringen wollte.
Nur als es dann ernst wurde mit Berlin, machte Stoiber wieder einen Rückzug und wollte ganz plötzlich doch in Bayern bleiben. Die Basis der der CSU meuterte, denn sie fürchtete um ihren Einfluss beim Bund.
Vorneweg die schöne Fürther Landrätin und Stoiber-Kritikerin Gabriele Pauli forderten sie den Rücktritt von Stoiber, nur der gab lange den Merkbefreiten und schaltete auf stur.
So klebte Darth Stoiber noch länger und verbissener an seiner Macht, als weiland Kanzler Schröder, der nur ein paar Tage zappelte, sich wehrte und sich schließlich dann doch der Realität fügte. Bei Stoiber zerrte sich das fast 14 Tage, bis er am Donnerstag, dem 18. Januar 2006 hin und dann reagierte selbst er.
Bis zum 30. September will er nun doch alle seine Ämter niederlegen und die Partei von sich erlösen.
Vorher ließ er die Welt und seine wenigen Fans noch wissen, dass einzig die „Linken“ und deren „linke Medien“ an seinem Rücktritt schuld sind und nicht etwa gemachte Feinde in der CSU, die eine Palastrevolte gestartet haben. Dabei hat er gerne im Namen der CSU in Richtung des deutschen Volkes gepöbelt und nun schlug das Imperium der CSU eben mal zurück. Nach dem lange verschleppten Rücktritt des großen Führers kam dann automatisch das, was bei politischen Parteien ganz offenbar die traurige Norm ist und die potentiellen Nachfolger von Stoiber prügeln sich wie die Kesselflicker um seine Ämter und Posten.
Was nun die meisten Bayern von der geglückten Palastrevolte halten, wird sich bei der nächsten Wahl dann zeigen, wenn Stoibers Nachfolger, wer immer das sein wird, die absolute Mehrheit im Land verteidigen muss.
Im Rest von Deutschland werden den Mann, der sich für einen so großen Redner hielt, dass er selbst hätte den römischen Redner Cicero an die Wand quatschen können, nur ein paar ganz harte Reaktionäre und vor allem die politischen Kabarettisten und Comedians vermissen. Wenn Stoiber nun gar nichts mehr zu tun hat, kann er ja auf dem zweiten und bei ihm letzten Bildungsweg auf Papst umschulen und Ratzinger beerben, wenn der in die Grube fährt, denn einen Papst Edmund gab es ja noch nicht.

Für Kabarettisten war er schon ein Fressen:



Nur er selbst war sein eigenes Kabarett:



Wer dazu eine Meinung hat und die unbedingt auch loswerden will, der klickt bitte Hier!