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Papas bester Freund

Mit diesen lakonisch liebenswerten Worten war doch tatsächlich ich gemeint, als sie von einem jungen, sympathischen Unfallchirurgen zu einer Schwester, die mich mit einer Tetanusspritze traktierte, gesagt wurden, als dieser bei einem Arztbesuch meinen lädierten Fuß versorgte.
Ich hatte Sebastian auf den ersten Blick gar nicht erkannt, denn als ich ihn das letzte Mal sah, war er wohl 12 und nun ist er 21, studiert Medizin und ist mit Recht der Stolz seines Vaters.
Mit seinem Onkel bin ich in dieselbe Klasse gegangen und mit seinem zwei Jahre jüngerem Vater Olaf in dieselbe Schule. Wir wurden Freunde und sind es nach über 30 Jahren noch immer.
Basti kannte ich als Baby und eben mit 12. und mit seinem Vater bin ich in den letzten 20 Jahren mehr als einmal in Berlin um die Häuser gezogen und natürlich auch regelmäßig abgestürzt. Entweder bei ihm oder bei mir, je nach dem Grad unserer Dröhnung.
Als ich im Friedrichstadtpalast arbeitete, fing er in der Volksbühne bei Castorf an und so war er auch ein Nacht und Theatermensch und damit einer der Wenigen, den ich nie aus dem Auge verlor.
Sein Bruder aus meiner Klasse ist inzwischen Chefdesigner fürs Licht an einem anderen Theater, aber dessen Sohn kenne ich auch nicht.
Sebastian ist Jahrgang 1983 und damit in etwa so alt, wie die meisten Interntebewohner, die ich kenne. Nur das Basti mit seinem Leben Besseres vorhat, als das Internet mit noch mehrschwarzer, brauner oder anderer reaktionärer Sauce aufzufüllen.
Sebastian hat sich entschieden und wird ein Doktor sein, der den Menschen hilft, bei mir gleich mal angefangen.
Diese Begegnung war gut und hat mir die Kraft und das Wissen gegeben, das ich ja so finster gar nicht sein kann, wenn jemand nach über 30 Jahren noch immer von mir sagt, das ich ein Freund wäre und Noch dazu nicht irgendeiner, sondern der Beste. Olaf kennt mich, wie ich bin. Ohne Maske und ohne Verstellungen und mag mich trotzdem über 30 Jahre. Das gibt mir doch wieder Auftrieb und Kraft.
Sebastian ist von der Sorte junger Mensch, die es nicht nötig haben, sich mit schwarzen oder braunen Sprüchen im Internet zu produzieren.
Aus dem kleinen Sebastian, den ich noch in Windeln kenne, ist inzwischen ein kluger junger Mann geworden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, anderen Menschen zu helfen und er steht damit in einer Reihe mit Felix, Freddy, Julian, dem Feuerwehrmann Dennis und einigen anderen selbstlosen jungen Menschen, die ich so kenne.
Alleine dieses Wiedersehen war schon diesen Arztbesuch wert und nun werde ich Olaf, Sebastians Vater mal wieder anrufen und fragen, was er Silvester macht.
Was Sebastian von der Mutter hat, weiß ich nicht, aber er hat das Gesicht, das Lachen, die Güte und die Herzlichkeit seines Vaters.