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Pfingsthorror

Es ist ja nicht so, dass die Christen nun jeden Dreck feiern müssen, aber es ist so, dass sie doch tatsächlich jeden Dreck feiern. An Pfingsten passiert nämlich absolut nichts und da ist auch vor 2000 Jahren nichts passiert. Nein, es ist nur der 50te Tag nach dem Tag an Ostern, an dem Jesus seinen Vater in dessen Altenheim im Himmel besucht hat, falls er sich nicht verflogen hat und in der Hölle bei Satan landete. Aber das ist reine Spekulation, wie alles andere auch, aber die feierwütigen Christen lassen zu Pfingsten nun einmal die heilige Sau wieder einmal raus. Ostern ist ja auch zulange her, aber im Internet steht es genauer:

„Den historisch-kalendarischen Hintergrund bildet das jüdische Wochenfest Schawuot, mit dem 50 Tage nach Pesach die Offenbarung Gottes auf dem Berg Sinai gefeiert wird.“

Es ist also eigentlich eher ein Fest der religiösen Juden, aber das stört echte, feierwütige Christen ja nicht, denn Jesus war eigentlich auch ein Jude, selbst wenn das viele Christen nicht wahr haben wollen. Jetzt heißt das Ganze eben Pfingsten und da fallen die Programmdirektoren fast aller Sender auf die Knie, beten noch schnell zu Ratzepaps und schalten ihre Programme dann um auf christlichen Brechreiz.
Nicht ganz so Hardcore-christlich wie zu Weihnachten und Ostern, den Pfingsten hat ja Jesus nichts weiter angestellt, als schon 50 Tage bei Papa zu sein, aber es kommen den ganzen Tag nur Filme, die man in meinem Alter entweder schon X Mal gesehen, oder sogar als DVD im Regal hat. So sorgte ich also vor und deckte mich in der Videothek mit DVDs der Richtung Horror ein, da ich das den christlichen Feiertagen angemessen fand. Tatsächlich wollte die ARD mit einem James Bond reizen, den ich aber seit 1983 auch schon 15 Mal gesehen hatte, das ZDF gab dem spielsüchtigen Werbeträger Thomas Gottschalk schon wieder die Möglichkeit irgendetwas Dämliches zu wetten, Sat1 versuchte mit einem Kevin Kostner zu locken, der sich irgendwo in der Mohave Wüste, oder auch in der Steppe daneben seit 15 Jahren den Wolf tanzt und Pro7 bot eine Komödie an, die ich auch seit fünf Jahren kannte und die alles andere als lustig war.
Tapfer Griff ich in meinen Stapel DVDs, um dem zu entrinnen und schon hatte ich Horror ganz anderer Art. Ich hatte mit John Carpenters „Ghosts of Mars“ einen Film auf gut Glück geholt, weil ich zu blind und zu blöd war, in die Programmzeitung zu sehen und festzustellen, dass genau dieser Film schon am Samstag lief und zudem noch ein grottenschlechter ist. Auch ein Blick ins Internet auf Prisma-Online hätte genügt, denn auch da wurde abgeraten.
Ich tat mir das trotzdem tapfer 30 Minuten an, sah sehr viel Blut und schwer bewaffnete Amazonen auf dem Mars(!) und war fürs Erste bedient. Ein brennender Wetterballon(!) auf einem Planeten ohne Sauerstoffatmosphäre kam in etwa so glaubwürdig rüber, wie Vampire, die Butterkekse naschen. Beim abschalten der DVD landete ich auf Premiere 7 und da lief gerade der Pate 1 bis 3 an und der Pfingstsonntagabend war erst einmal mit guten Filmen aus der Zeit gerettet, in der noch gute Schauspieler den Film gefüllt haben und nicht nur die Effekte oder jede Menge Leichen.
Ich hatte die drei Teile zwar auch auf DVD, aber so musste ich nicht nach jedem Film aufstehen und die Scheibe wechseln. Danach noch etwas platten Horror zum Wegschlafen. Den Messerschwingenden Michael Myers in „Halloween: Resurrection“, wo er junge Menschen metzelt, während andere via Webcam übers Internet daran teilhaben.
Da mich das irgendwie an die aktuelle Sendung GIGA, erinnerte, schlief ich ein und der Abend des ersten Feiertags war vorbei.
Am Abend des Pfingstmontags wurde es schon schwieriger, da auch auf Premiere nur die Fußballschmonzette „Das Wunder von Bern“ kam und ich Fußballergebnisse von vor 50 Jahren genauso brennend interessieren, wie die Zeitungen von damals, legte ich mir gleich „Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre“ ein. eine lustige und blutige Dokumentation über Essgewohnheiten und die ganz spezielle Art der Gastfreundschaft im Süden der USA. Wer sich da in den falschen Ort verirrt, der kann im Heimatstaat von George Wanker Bush leicht als Touristenburger auf dem Rost enden. Andere Länder, andere Sitten eben. Diese Feinheiten der Ernährung des Texaners Bush dürfte auch so Einiges an ihm erklären.
Nur sind das ja in den USA alles keine wilden Phantasien, sondern beruht auf Tatsachen. So fand man bei dem Massenmörder Jeffrey Dahmer die Einzelteile von 14 Jungs in dessen Kühlschrank, nachdem man ihn 1991 festnahm.
Es war wohl mein Glück, dass ich mit meinem Kumpel 1998 nicht an Texas vorbeikam, denn als Cheopsburger würde ich sicher noch schlechter schreiben und der Stalker mit dem Mantel hätte doch glatt keinen Lebensinhalt.
Für die Nacht habe ich noch Species III zum einschlafen und dann ist auf jeden Fall ist dieser christliche Mumpitz jetzt überstanden und der nächste kommt erst wieder zum Jahresende!