About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Politikniederlegung

Nachdem nun Kanzler Schröder mit seinem relativ unerwarteten Vorstoß den Weg zu Neuwahlen eingeleitet hat, hat die politische Führung dieses Landes fast aufgehört zu existieren und vor allem zu funktionieren.
Die Politiker aller Parteien befinden sich plötzlich im Wahlkampf und betreiben eine ununterbrochene Nabelschau. Die Regierung betreibt das Regieren so nebenbei und quasi mit der linken Hand. Auf Entscheidungen, zumal wenn sie hart sein könnten, wird zugunsten eines positiven Eindrucks für den Wahlkampf sicherheitshalber verzichtet, um die Wähler nicht zu erschrecken. In der Zwischenzeit macht die Union, die bei der Gesundheitsreform so getroffen aufgejault hat, jedem, der es wissen will klar, dass ihre eigenen Reformpläne über Schlagworte nicht hinausreichen werden.
Man hört dann so einladende Worte wie „Bürgerversicherung“ und „Kopfpauschale“, die für normale Ohren nicht etwa billiger, sondern eher nach dem Kopfgeldjäger aus dem Wilden Westen klingen.
Das Handwerk will im Schatten solcher markigen Worte auch gleich die Urlaubstage gegen die Krankheitstage. aufrechnen Die Partei, die der Union mal wieder in den Sattel hilft, um dann selbst am Kuchen zu partizipieren, die FDP, will nichts weniger als einen „radikalen Wechsel in der Gesundheitspolitik“ und will dazu gleich die gesetzlichen Krankenkassen abschaffen, weil sich ja jeder privat versichern könne, so Parteichef Westerwelle.
Otto von Bismarck, der die Sozialversicherungen mal erfunden hat dürfte im Grab rotieren.
Selbst wenn die Opposition in allen Umfragen von Aachen bis zur Zugspitze weit vor der Regierung liegt, so gebricht es ihr völlig an einer alternativen Substanz mit der sie etwas anders machen könnte. Zurzeit sind ja alle Parteien mit sich und dem Wahlkampf beschäftigt. Jetzt kassieren aber die Politiker aller Parteien diesen Unsummen an Aufwandsentschädigung, wie sie ihre reichlich fetten Diäten sehr irreführend nennen, damit sie Wahlkampf machen und politisch masturbieren, sondern damit sie dem Bürgern dieses Landes dienen, so gut es geht.
Oder wenn sie es schon nicht gut können, dann wenigstens überhaupt!
Es ist ja nicht so, das auch nur ein Problem gelöst wird, nur weil sich die Parteien jetzt darum streiten, welche als Nächste den Kanzler und seine überbezahlten Minister stellt. Die fünf Millionen Arbeitslose werden ohne Arbeit bleiben, die alten Leute, die dieses Land aufgebaut haben, die Rentner, erwartet trotz steigender Preise nur eine Nullrunde bei ihren Einkommen und ab nächstem Jahr haben auch sie das große Glück, davon noch Steuern zahlen zu dürfen, völlig egal, wer nun regiert.
So ist dann beinahe auch egal. Wie nun der Kanzler heißt, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Guido Westerwelle oder Ozzy Osbourne, an den Lebensverhältnissen der meisten Deutschen wird sich auf mittelfristige Sicht erst einmal nichts verbessern. Man kann mit der Wahl eigentlich nur noch dafür Sorgen, dass es nicht ganz so übel kommt. Bis dahin bleibt es allerdings erst einmal bei der Politikniederlegung.
Wer das unbedingt kommentieren muss, kann das unter
http://cheopstexte.blog.de
tun.