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Premiere geht an die Börse

Das große deutsche Bezahlfernsehen braucht also Geld. Das bekommt man an der Börse, wenn man da genug Aktien unter das Volk bringen kann.
Die Telekom und die Post der Gottschalk Brüder haben es ja vorgemacht.
Nur hatte die Telekom sogar noch das Monopol auf dem Markt und brachte es fertig, ihre Aktien zeitweise in den Keller sacken zu lassen.
Premiere hingegen ist nicht mehr allein, denn mit Kabel Deutschland rückt ihm gerade ein neues und billigeres Pay-TV mit sehr viel mehr Sendern auf den Leib. Die Filme sind da sicher nicht ganz so aktuell, aber wer gute Filme mag, hat diese ohnehin schon auf DVD. Auch ist die gerade die Aktualität selbst bei Premiere der große Pferdefuß. Denn so richtig aktuelle Filme bei Premiere stehen auch meistens schon seit einem Jahr in den Regalen der Videothek.
Da hat es auch wenig Wert, wenn Premiere in seiner entsprechenden Werbung mit Milliarden von Abonnenten prahlt. Ich bin einer von ihnen und weiß um die Macken und Nachteile dieses Senders und würde mir seine Anschaffung jetzt ganz genau überlegen. Zumal die Dolby 5.1 Fähigkeit sich ja auf ganze zwei Kanäle beschränkt und die anderen Kanäle nur in, zugegeben gutem Stereo gesendet werden.
Allerdings würde ich auch keine Aktie von einem Sender kaufen, bei dem die meisten Zuschauer die besten Filme erst einmal umständlich entsperren müssen, weil ein von der Realität längst überholtes Jugendschutzgesetz dies in Deutschland so vorsieht. Dieses Jugendschutzgesetz mag ja schon umstritten sein, aber was die FSK, die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmindustrie daraus macht, grenzt schon ans Lächerliche. Da werden die Jugendlichen unter 16 vor Filmen „geschützt“, wo Sex und Crime maximal im Filmtitel existieren.
Jeder noch so künstliche Kriegsfilm wird bei Premiere zum „Schutz der Jugend“ vorgesperrt, während es in den realen Nachrichten im Free –TV schon weitaus blutiger zugeht. Diesen „Jugendschutz“ gibt es sicher auch bei der Konkurrenz von Kabel Deutschland, aber die nerven ja auch nicht mit Aktien und diesem unglaubwürdigen Männlein von der „ Premiere-Freundschaftswerbung“ mit dem extrem dummen und materialistisch eingefädelten Spruch: „Freundschaft lohnt sich!“. Würde ich einem Freund wegen einer materiellen Belohnung andrehen, wäre ich diesen für immer los. Zu Recht!
Natürlich lohnt eine Freundschaft sich, aber auch nur dann, wenn man Premiere und jedes andere materielle Denken da raushält.