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Quantensprung

Was hab ich mich seit Mitte der Achtziger nicht alles mit Aufnahmegeräten für Filme vom Fernseher herumgequält? Für einen sauteuren Wechselkurs von Acht zu Eins habe ich mir mal 1000 D-Mark eingetauscht und damit dann meinen ersten Videorecorder gekauft.
Nach einem halben Jahr verschwand auch das Band meiner zweiten teuren Videokassette mit einem ekligen Geräusch im Inneren dieses magischen Gerätes. Ich flehte zu Gott, Buddha und Karl Marx, dass man doch etwas erfinden möge, was ohne so ein sensibles Medium, wie eine Videokassette auskommen möge, wenn ich gewillt bin, einen oder mehrere Filme aufzunehmen.
Meine Rufe wurden nach nur 20 Jahren und etlichen verschlissenen Videorecordern erhört, wie ich glaubte und ich bekam zu Weihnachten 2003 nach langem Überlegen einen so genannten DVD-Recorder geschenkt, der aber nur dadurch glänzte, das er öfter mal sauteure DVD-RW von mir wollte. Technisch also ein Fall für den Lokus. Nun hatte dieses Gerät noch andere Macken und beeilte sich, gleich zwei Mal in 12 Monaten den Geist aufzugeben. Eine lästige und nervtötende Geschichte, die ich mit jedem Videorecorder hätte billiger haben können.
Das Ende vom Lied war, das ich etwas Neues brauchte, denn ich hab ganz einfach zuviel Zeit, die totgeschlagen werden muss.
Zwischenzeitlich hatte ich die Erfahrung gemacht, dass Filme auf der Festplatte eines guten Computers ganz wunderbar laufen und man sie auch ganz gut speichern und wieder löschen kann. Ich erkundigte mich also nach einer Videorecorder-Variante mit einer Festplatte.
Der Media-Markt meines Vertrauens hatte sogar soviel davon, dass er sie verkaufen musste. Nur die Kleinigkeit des Preises von fast 600 Euro machte mir zu schaffen. Es war ja nicht wie in der DDR, wo ich mir noch locker mal eben 8000 Ostmark für 1000 DM eintauschen konnte. Ich war und bin definitiv ziemlich klamm bei Kasse.
Während meiner Krankheit überfiel auch mich ja auch der Euro und das brach mir finanziell das Genick. Ausgaben in DM-Höhe, aber Einahmen wie früher in Ostmark. Das passte nicht zusammen und ging nicht nur mir ans Ersparte.
Nun kann meine gute Mutter mit Geld sehr viel besser umgehen und ein fragender und ungläubiger Blick von mir hatte erstaunlicherweise Erfolg und sie „legte mir das Geld aus“. Nun steht ein Gerät bei mir, mit dem ich 18 Stunden lang aufnehmen könnte, wenn es denn soviel zum aufnehmen gäbe und das alles ohne den verschleiß von Kassetten oder gar den teuren DVD-Rohlingen.
DVDs aller Art spielt die Kiste auch noch ab, also irgendwo das Nonplusultra, wenn ich dafür nicht schon eine gute Anlage hätte. Aber ich finde es toll, schon nach 20 Jahren ein fast verschleißfreies Aufnahmegerät. Zu besitzen.
Hätte die DDR solche Technologien gebaut, wäre sie sicher nicht eingegangen wie eine Primel.
Nur damals, Anfang 1989, begnügte sich ja der Staatschef Honecker schon damit, den ersten, vom innen begehbaren Mikrochip einem MB Leistung als den Gipfel technischer Revolution zu feiern.
So etwas rächt sich dann auch sofort. Ich für meinen Teil bin erstmal zufrieden, was diesen Teil meiner Technik angeht. Anderes fällt dafür wieder aus und lauert mit Reparaturkosten. Mal schauen, was da noch so passiert, bevor ich völlig verarme!