About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Quo Vadis SPD?

Nachdem nun Kanzler Schröder das gewünschte Misstrauen bekommen hat und der Bundespräsident noch eifrig prüft, inwiefern das Alles Rechtens ist, kommen bei der Basis der SPD die ersten lauten Zweifel über die Richtung der ganzen Partei.
Der SPD bricht jetzt nicht nur die Regierung weg, sondern mittlerweile auch die linken Komponente, die sie mal ausgemacht und unterschieden hat. Aufgefangen werden diese linken Themen von einer so genannten „Wahlalternative für Arbeit und soziale Gerechtigkeit“, der WASG, die ausgerechnet von einem ehemaligen Chef der SPD und damit einem sozialen Brandstifter, von Oskar Lafontaine zusammen mit dem Exchef der PDS, Gregor Gysi in die Wahl getrieben wird. Diese Protestwahlvereinigung hat beim Volk sogar recht gute Chancen und liegt in den Umfragen derzeit bei 11 Prozent. Ermöglicht hat das die marode Wirtschaftslage und die CDU Politik der Spezialdemokraten in der Regierung Schröder.
Nachdem die Regierung Kohl sich 16 Jahre lang an keine echte Reform rangetraut und das Geld der Bürger für deutsche, europäische und andere Einheiten verplempert hat, schlug Kanzler Schröder nun gleich doppelt zu und erfreute die Deutschen mit einer schmerzhaft teuren Gesundheitsreform, die eigentlich nur die Krankenkassen und viele Ärzte reicher machte, ohne die Leistungen zu verbessern, blühte in Deutschland eine Arbeitslosigkeit, die ihresgleichen suchte und dabei ging das Soziale der deutschen Sozialdemokratie ziemlich endgültig vor die Hunde.
Die soziale Marktwirtschaft in Deutschland wurde so zu einer ziemlich asozialen Angelegenheit und ist kurz davor, zu einem puren Manchester Kapitalismus zu werden, in dem der Mensch nur noch entbehrliche, austauschbare Arbeitskraft und Ware ist.
Die SPD hat sich also klammheimlich von dem Sozial in ihrem Namen verabschiedet und das Volk bekommt das zu spüren und rebelliert.
Mit Oskar Lafontaine bietet sich ausgerechnet einer der Initiatoren der Regierung Schröder als Heilsbringer und Erlöser von allen sozialen Ungerechtigkeiten an und ist damit genauso unglaubwürdig wie die gelernten Spezialisten für die Marktwirtschaft Angela Merkel und Gregor Gysi.
Oskar Lafontaine und Gregor Gysi können zwar ein interessantes Auffangbecken und eine Selbsthilfegruppe für angebliche linke Interessenvertreter anbieten, aber an der Politik machen wird es hapern. Nur ist das nicht das Problem der SPD, denn bei ihr bröckelt der linke Rand und die Wähler trauen ihr nichts Sozialdemokratisches und schon gar nichts Linkes mehr zu.
Dabei hat gerade Kanzler Schröder mit seinem Hartz IV ein sehr schmerzhaftes, aber wirkungsvolles Programm, wie man die Karre Deutschland wieder aus dem Dreck holen könnte. Die Opposition hat dem außer kernigen Schlagworten nichts entgegenzusetzen und ist sich trotzdem ziemlich mutig sicher, dass in acht Jahren, also sicherheitshalber gleich zwei Legislaturperioden eine Kanzlerin Merkel auch zu können.
Die verwöhnten Deutschen führen sich ohnehin auf, als würden sie jetzt plötzlich in Ruanda leben und nicht in einem der reichsten Länder Europas. Da tut ihnen eine Frau Merkel als Kanzlerin vielleicht mal ganz gut.
Die linke Wahlalternative verzichtet großzügig auf Programme und setzt nur auf die beiden prominenten Gesichter von Lafontaine und Gysi. Mit den lässt sich zwar unter Umständen noch eine Wahl gewinnen oder wenigstens die 5 % Hürde nehmen, aber anständige Politik machen lässt sich damit nicht, denn der Verein der Beiden verfügt ja über keinerlei Personaldecke für eine künftige Regierung oder auch nur für eine Beteiligung an einer solchen.
Sie sollten sich, wie die SPD auf eine längere Zeit in der Opposition einrichten und sich dort schon einmal in Zusammenarbeit üben.
Für politisch interessierte Kommentarwütige:
http://cheopstexte.blog.de/