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RIP Bruno

Bruno

Es war ja zu erwarten gewesen, seit Darth Stoiber es seinen Bauern versprochen hatte, Tierschützer hin, WWF her, der lustige Braunbär, der erste in Deutschland seit 170 Jahren wurde in Bayern erschossen, wie auch die Tagesschau ziemlich lakonisch meldet:



Zuletzt wollten Naturschützer seinen Abschuss verhindern, jedoch ohne Erfolg: Braunbär "Bruno" ist in der Nacht von Jägern im Landkreis Miesbach erschossen worden. Das bestätigte der bayerische Bärenbeauftragte Wölfl: "Der Schuss ist gefallen. Der Bär ist tot."



Nun kann man sich aussuchen, ob, „die Welt zu Gast bei Freunden“ nicht in Bayern gilt, weil Bayern sich ja ohnehin gerne als eigenständig sieht und eher ungern zu Deutschland gehören will oder ob der Spruch einfach nur für die Natur nicht gilt, wenn sie sich in Form von fünf Zentner Braunbär in Deutschland meldet.
Irgendwie schon bezeichnend, wie, angeblich aufgeklärte und moderne Menschen reagieren, wenn sie es mit echter Natur zu tun bekommen. Sie reagieren mit nackter Panik und ein relativ normaler Braunbär ist bei ihnen sofort ein „Problembär“, weil er sich nur benimmt wie ein Bär und seine Snacks eben nicht beim Fastfoodkönig McDonalds für Geld bezogen hat, über das er gar nicht verfügte, sondern er das nahm, was ihm gerade vor die Tatzen kam, wenn der Hunger ihn plagte und das war eben das Kleinvieh bayrischer Bauern. Da auch bayrische Bauern irgendwo sehr deutsch sind, reagieren sie auch wie Deutsche und rufen nach der bewaffneten Obrigkeit, damit die sich um das Problem kümmern und den Bären mit Distanzwaffen, wie Gewehre welche sind, erlegen sollte. Sogar aus Finnland wurden Jäger und Hunde geordert, denn die Zeit, wo der bayrische, der deutsche Mann noch ein Mann war, in den Wald ging und kleinere Streitigkeiten mit größeren Pelzträgern noch selbst bei einem Zweikampf und durch einfachen Genickbruch und vor allem, selbst regelten, sind in Bayern und Deutschland von heute ohnehin ein für allemal vorbei. Wird der Bayer an sich nun mit zuviel Natur konfrontiert, ruft er heute gerne mal nach der Obrigkeit und ihren Waffen. Während Ottfried Fischer, ein anderes Fünfzentnermännchen aus Bayern, der durch nackten Trieb gesteuert durch die Medien geisterte, mit einem blauen Auge und dreckiger Weste davon kam, hatte Bruno der Bär da sehr viel weniger Glück, denn selbst nach einem Termin mit ihm und Darth Stoiber bei Frau Kallwass musste er für seinen Trieb mit dem Leben bezahlen. Ich für meinen Teil hätte da lieber auf die, ohnehin nur schwer vorstellbaren Details aus dem Liebesleben des Ottfried Fischer verzichtet, als auf den putzig anzusehenden Teddy Bruno. Sie hätten ihn ja
genauso gut auch nur betäuben können und in einem Zoo oder Freigehege dann leben lassen können, anstatt ihn gleich umzubringen. Aber vielleicht habe ich Kind der Großstadt auch nur ein blauäugiges und daher entspannteres Verhältnis zur Natur. Auf jeden Fall ist umbringen für mich keine Lösung. Der Abschuss war die dümmste aller Lösungen. Ruhe in Frieden Bruno

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!