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Reale Hoffnungen

Eigentlich ein Widerspruch in sich, aber ich hab sowas tatsächlich. Mein oberster Chef, der Intendant des Friedrichstadtpalast, hat mir schon kurz nach meinem Schlaganfall seines Beistands versichert. Nun macht das ja im Normalfall jeder Chef, aber meiner hat es auch so gemeint.
Heute Vormittag kam ein Anruf vom Betriebsrat, ich möge mir einen Termin bei der Intendanz holen, da mein Chef sein Wort von 2000 nun einlösen wolle und mir eine Beschäftigung geben will. Er ist eben wohl doch ein guter und besserer Chef, als es Heutzutage, in den Zeiten des Stellenabbaus üblich, oder gar notwendig ist.
Theater eben. In diesem speziellen Fall nicht irgendeines, sondern der Friedrichstadtpalast und da gehen die Uhren sowieso etwas anders.
Es hat sich bis jetzt nur von Vorteil erwiesen, das ich da 1984 begonnen habe. Auch Torsten und Klaus, Freunde über Jahrzehnte, hab ich ja dadurch kennen gelernt. Die leitende Stellung im Orchesterbereich kann ich mir mit einem halb funktionierenden Körper zwar abschminken, aber ich wäre schon froh, wenn ich wieder 14 Stunden die Woche dort unter Menschen und Freunden sein könnte.
Der Friedrichstadtpalast ist nun mal das für mich, was für andere die Familie ist, so unvorstellbar das klingen mag, ich liebe es zu arbeiten und grade im Theater. Da sind so ziemlich alles Freunde ohne Falsch und der Umgang dort macht mir seit nun Jahrzehnten einen echten Spaß. Nach nun drei Jahren eher weniger kreativen Rumsitzens vor Computer und im Internet.
Ich weiß nicht genau, welcher Art meine Beschäftigung sein wird, aber meine 20 Jahre Erfahrung am Palast und die nun gesteigerten Computerkentnisse dürften da eine Rolle spielen. Wenig ist das nun gerade nicht. Wenn ich dann arbeiten sollte, werde ich dann auch Zähneknirschend meine Steuern für Leute zahlen, die lächerliche 22 sind und doch tatsächlich eine „Auszeit“ für sich beanspruchen und dann ganz freiwillig vom Staat leben, so wie ich es die letzten Jahre musste. Allerdings recht unfreiwillig.
Auch solche Gestalten habe ich im und durch das Internet kennen lernen müssen. Nun, sowas gibt es am Palast zum Glück nicht, denn da sind alles nur fleißige Menschen, die mit solch asozialem Pack Genauso wenig anfangen können wie ich. Am 5. Juni werde ich mehr wissen, was meinen weiteren Arbeitsweg angeht. Hauptsache raus aus den vier Wänden und der Decke die mir auf den Kopf fällt!