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Rebellion

Es war ja abzusehen, dass die Basis der SPD so ihre Bauchschmerzen mit dem Kurs von ihrem „großen Vorsitzenden“, Franz Müntefering, ins Bett von Frau Merkel und ihrer Union haben würde.
Als nun Franz Müntefering es im Vorstand der SPD auf eine Kampfabstimmung ankommen ließ, wer nun sein Nachfolger als Generalsekretär der SPD werden solle, der von ihm favorisierte Kajo Wasserhövel oder die junge SPD-Linke Andrea Nahles, bekam er prompt die Quittung und Frau Nahles wurde in die engere Wahl beim Parteitag geschickt. Beide Kandidaten waren nicht übermäßig bekannt, aber Andrea Nahles sieht sehr viel besser aus, als dieser Kajo Wasserhövel, ist deutlich erkennbar eine Frau und dazu noch eine von den Linken in der Partei und mir damit schon sehr viel sympathischer, als irgendein Kajo.
Das nun Müntefering sein Handtuch geworfen hat, nur weil sein Spezi nicht für den Parteitag in die nähere Wahl kam, ist an sich nur trotzig, kindisch und mehr als albern. Noch dazu eine unnötige Zerreißprobe für die, ohnehin schon angeschlagene SPD.
Das nun Joschka Fischer und Gerhard Schröder auch zurücktraten, ist ja wohl kaum vergleichbar, denn die haben immerhin eine Bundestagswahl verloren und keine Abstimmung über die politische Zukunft eines persönlichen Spezis. Müntefering hat der SPD mit seinem Rücktritt einen Bärendienst geleistet, denn nun ist in Sachen großer Koalition alles wieder offen.
Allerdings war es auch mit Franz Müntefering nicht sicher, dass die ganze SPD auf ihrem Parteitag vom 14. bis 16. November in Karlsruhe einer großen Koalition auf zustimmen und Frau Merkel zum Kanzler wählen wird. Müntefering wollte neue Gesichter und eine Verjüngung in der Führung der SPD und genau das hat er nun bekommen, nur eben nicht so, wie er sich das vorgestellt hat. Journalisten und politische Beobachter, durch die Bank weg Männer(!), wittern nun Chaos, Rebellion und Verrat bei der SPD und Andrea Nahles sei nur eine Seiteneinsteigerin, die Karriere machen will.
Eine Seiteneinsteigerin die scharf auf Karriere ist? Ich kann mich ja täuschen, aber wollte Franz Müntefering nicht genau solch eine Frau eben noch zur Kanzlerin wählen lassen? Wie immer dem auch sei, dass die Zeit nach Kanzler Schröder ein Härtetest für die alte Tante SPD sein würde, war ja zu erwarten, aber das es so dramatisch wird und die Partei nun hysterisch nach einem neuen Vorsitzenden suchen muss, das konnte sich dann doch keiner vorstellen, aber seit die SPD auf dem Weg ins Bett der Union ist, wurde immer klarer, wie sehr sie an Profil verliert.
Die Namen der Landesfürsten Platzeck und Beck werden jetzt sehr hoch gehandelt, aber wer nun immer auch der Chef wird, der wäre gut beraten, ein Ohr an der Basis zu haben, denn genau diese Fähigkeit ist Franz Müntefering abhanden gekommen.
Die alte Tante SPD hat eine dünne Haut bekommen und sich in sieben Jahren Kanzlerschaft fast genauso aufgerieben, wie die CDU unter 16 Jahren der Regentschaft Kohl. So sollte sie die Rebellion an der Basis auch ernst nehmen und sich in der Opposition besser etwas regenerieren, denn eine sozialere Politik der einer Regierung Merkel kann sie in ihrem augenblicklichen Zustand ohnehin nicht garantieren.
Mit etwas Glück für die Partei und Pech bei Merkel gibt es dann ja in ein paar Jahren schon ein gelungenes Revival von Rot/Grün und so voll, wie Frau Merkel den Mund genommen hat, muss das nicht lange dauern.
Soll doch Merkel sich vom Papst und Bush zur Kanzlerin wählen lassen, für das Volk bleibt es dasselbe, denn die Zeiten werden ohnehin nur härter.

Wer dazu eine Meinung hat und die unbedingt auch loswerden will, der klickt bitte Hier