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Rehakles


Hellas, das Land der Griechen hat den Fußball entdeckt und mit ihm auch gleich wieder die antiken Götter wieder belebt. Vollbracht hat dieses Wunder ein Deutscher, Otto Rehagel, der von Bayern München bis Werder Bremen in Deutschland schon so ziemlich alles trainiert hat und das mit Erfolg:
• 387 Siege - 205 Unentschieden - 228 Niederlagen
• 1050 Punkte aus 820 Spielen
• 1,28 Punkte pro Spiel
Man muss nicht unbedingt Ahnung vom Fußball haben um Rehagels Statistik als gut einschätzen zu können. Genau genommen ist es kein Wunder, was Rehagel da vollbracht hat, sondern er hat nur einer Mannschaft hoch motivierter, junger und unverbrauchter Griechen das Spielen so beigebracht, das sie auch gewinnen. Die Motivation ist auch das Stichwort, denn die geht den überbezahlten und trägen deutschen Spielern mittlerweile ja nun völlig ab. Da, wo die Griechen einen erfrischend anzuschauenden Fußball bieten und ohne jeden Respekt die so genannten „großen Fußballnationen“ wie Frankreich, Italien und zuletzt Tschechen förmlich vom Fußballfeld fegen und nun sogar im Endspiel der EM stehen und gegen den Gastgeber Portugal stehen, der ja auch nicht unbedingt als Favorit gehandelt wurde. Beide Mannschaften spielen einen so herzerfrischenden Fußball, wie ich ihn bei den Deutschen so das letzte Mal in den Siebzigern gesehen habe. Junge Spieler, deren Namen schon an alte griechische Götter erinnern, äußern sich entsprechend begeistert. Ein Adesmeftos Typos: „Die Nationalmannschaft der Götter hat ihr Wunder vollbracht.“
Mitgerissen vom Spiel und Kampfgeist ihrer Nationalelf machten die Bewohner aus Otto Rehagel nichts weniger als einen Sohn des Zeus, und benannten ihn in Rehakles um, der seinen Sitz im Olymp spätestens mit dem Erreichen des Finale schon sicher hat. Indessen tut sich in Deutschland Merkwürdiges und die alten Männer im DFB suchen so händeringend und plötzlich einen neuen Nationaltrainer für die deutsche Elf, als hinge das Überleben Deutschlands davon ab. Nur alle, die in Frage kommen, haben diesen Platz auf dem Schleudersitz des Bundestrainers schon mal dankend abgelehnt, oder an ihnen nagte sichtbar der Zahn der Zeit. Der Spiegel reagierte prompt und stellte ein witziges Bewerbungsformular für diesen Job ins Internet. Deutschlands durch die Bank weg alte Kicker werden also auch in der Zukunft wie die Teletubbies und Torfrei über den Rasen stolpern und nur ihre Werbeverträge für schleimige Milcherzeugnisse im Kopf haben, während so junge Fußballnationen wie Portugal und Griechenland einfach nur guten Fußball spielen. Rehakles, der im eigenen Land nichts galt und sein Glück in der Ferne gesucht und gefunden hat, machte es möglich und ich bin mir sicher, das die spielfreudigen Griechen die EM dann auch gewinnen werden. Peinlich genug für die Deutschen, die ja partout die Fußball WM 2006 austragen wollten. Das könnte lustig werden und mit dieser Mannschaft auch in die Hosen gehen, denn nur der Trainer kann es ja nicht sein!