About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Resurrection

Die Auferstehung. Das genau ist die Art Film zum Thema Ostern, wie sie Ostern nicht im Fernsehen laufen.
Es geht nicht um die 4446te Variante davon, wie Jesus gekreuzigt wurde, sondern es ist ein handfester Krimi über seine fanatischen Anhänger, die in ihrem Irrglauben sogar noch im Jahr 2000 morden und verstümmeln. Christopher Lambert spielt den Inspektor Prudhomme im Chikago des Jahres 2000 und der hat es mit einer besonders derben Abart eines christlich Gläubigen zu tun. Dieser tranchiert und zerlegt auf ziemlich unchristliche Weise seine Mitmenschen, um dann aus den gesammelten Einzelteilen dann seinen eigenen, gekreuzigten Christus zu basteln, damit der dann wieder und diesmal recht privat für ihn auferstehe. Als Prudhommes Kollege ein Opfer dieser blutigen Sammelwut wird, erwacht im alt gewordenen Highlander die Wut und er forscht in den Tiefen des menschlichen und christlichen Wahnsinns weiter. Inspektor Prudhomme hat seinerseits mit Gott noch eine Rechnung offen, weil dieser seinen Sohn sterben ließ. Seine Frömmigkeit hält sich also in eher messbaren Grenzen. Er hat erstmal keine Ahnung, worum es dem Killer eigentlich geht, bis er auf den Leichen direkte Hinweise zur Bibel und da zu Odestern und Wiederauferstehung findet. Ziemlich alttestamentarisch auch die Masse der Leichen, die zur heiligen Wiederauferstehung anfallen. Der Inspektor und seine Leute haben alle Hände voll zu tun, falls die ihnen nicht gerade abgehakt werden. Jeder, der Lambert als Highlander oder als Vercingetorix in Druids erlebt hat, weiß, dass sich die Toten hinter ihm immer häufen und ihm das also eigentlich nichts ausmachen sollte. Allerdings zerlegt der gläubige Killer seine Opfer auf eine Weise, die ihm und dem Zuschauer das Nackenhaar hochtreiben lassen. Aber christlicher Wahn war ja immer, seit über 2000 Jahren, mit sehr viel Blut verbunden und von daher eigentlich nichts Neues. Der Fanatiker geht vor wie Hannibal Lecter, nur das ihm zur Gänze dessen Charme, dessen Charisma und schwarzer Humor abgeht. Das allerdings ist ja schon immer das Problem der katholischen Kirche. Sie nimmt sich zu ernst und ihre Vertreter morden auch so. Wie das im Einzelnen so abging, hat Mel Gibson ja gerade in seiner Passion Christi ziemlich genau und ziemlich blutig fast schon dokumentiert. Zurück zur Resurrection mit Chris Lambert, denn auch da gibt es ein Kreuz. Fast so interessant, wie das Kreuz in Schweigen der Lämmer, wo Hannibal Lecter einen Beamten sehr interessant an das Kreuz eines Käfigs drapierte. Resurrection ist da um Einiges besser und spannender als das gesamte Osterprogramm im TV gewesen den Unfall auf DVD, Matrix Revolutions mit eingeschlossen. Nur kommt bei solch spannenden Filmen das ziemlich stumpfe Schwert des Jugendschutzes in Deutschland zum Einsatz. Odestern ja, aber gute Filme eben nicht. Das alles was da vor 2000 Jahren mit Jesus angestellt worden sein soll, mehr als der blanke Horror ist, interessiert keinen Jugendschützer in diesem verlogenen Land!