About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Rettet Ferris


Ferris macht blau. Wer kennt sie nicht, diese Schulschwänzerhymne von John Hughes aus den achtziger Jahren?
Sonnyboy Ferris (Matthew Broderick, damals auch schon 24.) hat keine Lust auf die Schule und entwirft eine mitreißende Strategie, wie er das am effektivsten anstellen kann. Er stellt sich so krank, wie man eigentlich nur sein kann und seine überfürsorglichen Eltern kaufen ihm das natürlich auch ab.
Nur sein Schulrektor Ed Rooney, köstlich gespielt von Jeffrey Jones, kauft ihm das natürlich nicht ab und wittert Böses. Ferris überredet seinen, nicht allzu hellen besten Freund Cameron (Alan Ruck) zu einem gewagten Ausflug mit dem kostbaren Ferrari von dessen Vater, zaubert noch etwas mit Telefon und Computer, spannt noch seine Freundin Sloane (Mia Sara) ein und schon gehört den drei jugendlichen Schulschwänzern das Chicago von 1986.
In der Zwischenzeit macht die Mär von Ferris Krankheit in der Schule die Runde und jeder will helfen.
Köstlich sind die Ausschnitte aus dem Unterricht, den Ferris schwänzt, denn sie belegen, warum er das tut. Jeder Schüler scheint Ferris zu beneiden und macht sich Sorgen um ihn.
Nur während in der Schule die Aktion „Rettet Ferris“ gestartet wird, sitzt dieser putzmunter mit seinen Freunden bei einem Baseballspiel und genießt den Tag.
Ich kenne den Film aus den Achtzigern und bin immer wieder begeistert, wenn ich ihn sehe, denn er erinnert mich an meine eigene Schulzeit.
Nur, das ich sehr viel weniger Aufwand brauchte, um mir einen freien Tag zu gönnen. Trotzdem habe ich Ferris immer um dessen technische Möglichkeiten beneidet, die er hatte und nutzte. Der Film zeigt einen jungen Matthew Broderick, der ja mittlerweile auch schon 43 wird in schauspielerischer Höchstform.
Am Besten gefallen mir noch immer die Einlagen von Rektor Rooney, der sich am Haus von Ferris abmüht, diesen auf frischer Tat zu erwischen und dabei tief greifende Begegnungen mit einem Hund und der der vergrätzten Schwester von Ferris hat. Nur, das Ferris in der gleichen Zeit auf einem Paradewagen bei einem Umzug in der Innenstadt von Chicago herumturnt und Lieder zum Besten gibt.
Hochinteressant auch eine kurze Gastrolle des jungen Charlie Sheen, der damals gerade Mal 20 war.
Am Ende befreit sich Cameron noch von seines Vaters Dämon, dem Ferrari und alles wird gut.
Es ist ein verdammt gut gemachter und sehr lustiger Film, der ziemlich Zeitlos ist und das trotz der eindeutigen Optik vom Chicago der achtziger Jahre.