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Ripleys La Dolce Vita

Tom Ripley ist wohl eine der genialsten erfundenen Verbrecher, die sich ein Autor, in dem Fall Patricia Highsmith, je ausgedacht hat.
Der junge Klavierstimmer und Aushilfspianist Tom Ripley ist charmant, musikalisch begabt, phantasievoll, ehrgeizig, skrupellos, eiskalt, berechnend und Tom Ripley ist ein Mörder. Nur hat Patricia Highsmith ihre drei Bücher über ihn so geschrieben, dass man Tom Ripley einfach gerne haben muss und mit ihm fühlt und für ihn hofft, dass er nicht erwischt wird, wenn man die Bücher liest.
Im ersten Buch, „Der talentierte Mister Ripley“, das mit Matt Damon in der Titelrolle auch verfilmt wurde, wird der junge Klavierstimmer Tom Ripley vom Millionär Greenleaf angeheuert, damit er dessen Sohn Dickie Greenleaf, Jude Law, der in Italien auf „Dolce Vita“ macht und das väterliche Vermögen verprasst, wieder auf den Pfad der Tugend und zurück zu Papa holt. Nur ist das leichter gesagt als getan, denn der verwöhnte Filius denkt nicht im Traum daran, das warme Italien wieder zu verlassen.
Ripley biedert sich also bei ihm an und so verprassen dann beide Papas Geld im warmen Italien. Tom gewöhnt sich an dieses Leben im Luxus und als Dickie dann misstrauisch wird und ihm auf die Spur zu kommen scheint, bringt er ihn bei einer Bootsfahrt ganz einfach um. Als ihn dann ein Hotelmanager mit Dickie Greenleaf verwechselt, zieht er den Gedanken durch und nimmt die Identität des Toten an und kann so jedermann, sogar die Freunde und Eltern von Dickie täuschen, indem er bei ihnen als Tom Ripley Auftritt, der nicht genau weiß, wo Dickie Greenleaf gerade ist und beim Rest der Welt als Dickie Greenleaf herumläuft. Der Vater überhäuft ihn dankbar mit Geld und als Tom dann noch einen Selbstmord von Dickie Greenleaf inszeniert, macht der Vater ihn zu dessen Erben.
Dasselbe Thema wurde schon vor 40 Jahren mit Alain Delon in „Nur die Sonne war Zeuge“ verfilmt. Der Film war zwar wesentlich kompakter und soweit ich mich erinnern kann, war der Film kompakter und hatte weniger Längen.
Nur wich er weit vom Roman ab und selbst einem jungen Alain Delon konnte man dem Tom Ripley nur sehr schlecht abnehmen. Matt Damon hingegen ist man sofort bereit, den Täuscher Tom Ripley abzunehmen und die Besetzung ist auch das größte Plus des Films von 1999. der zweite Film, „Ripleys Game“ ist nur drei Jahre später gedreht, aber muss ca 20 Jahre später spielen, denn da wird Tom Ripley vom doch schon etwas altem John Malkovich gespielt.
„Ripleys Game“ ist auch sehr viel brutaler, denn da macht Ripley aus harmlosen Handwerkern brandgefährliche Auftragskiller.
So bekommt auch der erste Film „Der talentierte Mister Ripley“ 8/10 Punkten in meiner Wertung und „Ripleys Game“ am Ende nur 6/10.
Ein echter Leckerbissen für Krimifans, aber wer die echte Spannung will, sollte die Bücher von Patricia Highsmith lesen!
http://www.blog.de/main/index.php/filmtexte