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Robbie rockt das Haus

Nachdem Robbie Williams ja nun 2001 mit seiner DVD von einem Konzert in der Royal Albert Hall, wo er den Swing wieder belebte, seine Fans zu begeistern wusste, legte er 2003 mit seinem Livekonzert in Knebworth noch einen drauf. Ich hatte jetzt das Geld dafür und ließ mir das Konzert mal kommen. Wieder war Robbie auf der Bühne völlig souverän und hatte Publikum und Big Band charmant, aber fest im Griff.
Er plauderte und scherzte auf der Bühne, als hätte er nichtnur nie etwas getan, sonder, als würde er es auch schon 40 Jahre machen, wie die Herren Jagger und Co. Gegen ihn auf der Bühne sehen all die Möchtegernstars von Sat1, RTL und Pro7 aus, als wären sie gerade der Muppet Show entsprungen. Denn da, wo Robbie guten Gesang, Charisma und eine Bühnenshow vom Feinsten zu bieten hat, halten die herumschreienden deutschen Sangesklone mit Zöpfen im Gesicht, bunten Haaren und Autos, die sie ohne Führerschein um Bäume wickeln dagegen. Robbie singt und tanzt sich wieder quer durch die Musik in die Herzen seiner Zuschauer und Zuhörer, dass es eine Freude ist, ihm dabei zuzusehen. „Let me entertain You“ verkündet Pro7 ziemlich großkotzig vor und nach jedem Werbeblock, aber Robbie macht es ganz einfach.
Er unterhält sein Publikum genauso wie die Käufer seiner Platten und DVDs. Er fegt über die Bühne, wie der beinahe doppelt so alte Mick Jagger und schickt sich an, auch eine musikalische Legende zu werden. Das, was seine deutschen Pendants sein sollen, strahlt dagegen nur Langeweile aus, wenn es die Bühne bevölkert und da ist es egal, aus welchem Labor die nun kommen. Mich würde nur interessieren, welche Drogen die Programmchefs der deutschen Privatsender eingeworfen hatten, als sie meinten, sie könnten einen Robbie Williams einfach duplizieren!
Selbst wenn mal einer dieser „Stars“ aus dem Laboratorien der Privaten einen alten Hit für sich so umarbeiteten, das sie damit einen Moment in den Charts verweilen können, sind diese musikalischen Eintagsfliegen bestenfalls schon Material für Comeback, eine Show auf Pro7, in der gewesene Stars mit viel Lärm und Aufwand exhumiert werden. Nur, ob der Aufwand gerechtfertigt ist, um für eine Recyclingshow, die vielleicht in 10 Jahren läuft jetzt schon die medialen Friedhöfe der Zukunft zu schänden und die Nerven des fernsehschauenden Volkes zu strapazieren, das sei mal mehr als nur dahingestellt! Weihnachten 1976 hatte die ARD doch tatsächlich noch den Mut und das Geld, an heilig Abend gegen 16:00Uhr ein Livekonzert der Rolling Stones aus Paris zu übertragen und damit zum Entsetzen vieler Eltern dem Jahr einen kulturellen Höhepunkt für die Jugend zu bieten.
Diese Jugend ist nun selbst die mit Techno, Hiphop, Rap und gecasteten „Sängerlein“ geplagte Elterngeneration und die Eltern von damals sind nun wirklich alt, machen den Fernseher an und wünschen sich spontan die Bands und die Musik ihrer, jetzt sehr volljährigen Kinder zurück, weil sie mit dem Lärm den die Castingshows und BRAVO-TV verbreiten, nun noch viel weniger anfangen können, als mit dem lauten, aber irgendwo noch musikalischem Radau ihrer Kinder von einst! Nur Robbie Williams ist da noch ein erfreulicher musikalischer Lichtblick und man sollte sich jede DVD von ihm leisten, wenn man gerade e ein paar Euro dafür hat. Ich als alter Rocker werde das für meinen Teil zumindest tun, wenn mir der Sinn nach einem guten Konzert steht, das nun nichtnur von alten Herren bestritten wird