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Rolands Wetterbericht

Man meint, der Schwabe Roland Emmerich müsse eine Rechnung mit den USA offen haben, wenn man sich ansieht, wie oft er da im Film randaliert. Nur ist er irgendwie etwas inkonsequent dabei.
Der Mann, zu dessen Lieblingsfilmen solche Katastrophenstreifen, wie „Erdbeben“ und „Flammendes Inferno“, beide von 1974, zählen, lässt in Hollywood in regelmäßigen Abständen die eigene Sau raus. Ob nun 1992 eine „Universal Soldier“ ziemlich ungepflegt in der Gegend herumballern oder 1996 gar haufenweise mordwütige Aliens auf die USA losließ, immer legte er die USA in Schutt und Asche.
Mit Blick auf das zahlende Kinopublikum der USA, wäre es aber vermessen und auch neben der Logik, da kein Happy End zu erwarten, denn die Filme sollen ja Geld einspielen und da kann man die Zuschauer nun mal nicht etwas Realerem als ein Happy End verärgern.
Genauso, wie in dem nuklearen Endzeitstreifen „The Day After“ von 1983, rappelt sich die USA selbstredend nach jeder Katastrophe wieder hoch. Nur der Weg zu diesem Happy End ist entscheidend und das hat Meister Emmerich immer wieder spannend und super .gemacht. In "The Day after Tomorrow“ ist es diesmal der Mensch selbst, der die Katastrophe herbeiführt. Vornehmlich ist es der amerikanische, der sich bei Umweltabkommen drückt und somit die Klimakatastrophe herbeiführt. Besonders abgesehen hat Roland Emmerich es dabei immer wieder auf New York.
Was Osama Bin Ladens Todesflieger übrig gelassen haben, erledigt Emmerich sehr effektvoll erst mit Wasser und dann mit Eis. Der Präsident der USA ist sehr viel sympathischer, als der amtierende Bush. Allerdings ist das kein großes Kunststück, denn das ist zur Zeit ja jeder Kaktus.
Eine optisch und akustisch sehr gelungene Hantiererei mit den Effekten, die allein schon den Kinobesuch lohnen. Angesichts der tosenden Wassermassen in New York, denkt man an die biblische Sintflut, Noahs Arche und den Kauf einer DVD, um das Spektakel für die Sinne auf der heimischen Dolbyanlage noch mal in Ruhe genießen zu können.
Denn dieses ist ein Film, wo es wirklich wieder lohnt. "The Day after Tomorrow“ ist bis jetzt einer der Höhepunkte des Kinojahres 2004 und ich habe schlicht keine Ahnung, was da jetzt noch kommen könnte. Noch mehr interessiert mich aber, mit welcher Katastrophe Emmerich in seinem nächsten Film Amerika zu Leibe rückt und wann. Bis jetzt kann mich das Kino in seiner Vorschau für keinen weiteren Film in nächster Zukunft begeistern, aber auch das kann und wird sich ja noch ändern! Eine gute Unterhaltung war "The Day after Tomorrow“ aber allemal und einen Kinogang wert.