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Russische Nachtwächter

waechter_der_nachtkleines Wächterlogo
Ich habe es getan. Ich habe mir freiwillig und ohne jede Androhung von Gewalt einen russischen Film geholt. Nur war es keiner der üblichen sozialistischen Propagandafilme, oder einer der recht gelungenen Märchenfilme für Kinder, wie ich sie aus meiner fernen Jugend kenne und scheußlich finde, sondern es war etwas ganz anderes.
„Wächter der Nacht“, russische Fantasy, von der ich gar nicht wusste, dass es sie gibt, weil ich die Russen für ein eher phantasieloses Volk gehalten habe. Ein Irrtum, wie sich nun herausstellte, denn „Wächter der Nacht“ ist Fantasy vom Feinsten.
Allerdings eine sehr blutige Fantasy, wie ich es bei den Russen auch nichts anderes erwartet habe und tendiert so auch locker in Richtung Fantasy-Horror. Der gerne bemühte Vergleich mit Matrix ist Unfug, denn das Einzige, was da an Matrix erinnert, sind die Sonnenbrille bei dem Guten, de Wächter Anton.
Der Film beginnt mit einer Schlacht von Gut und Böse vor tausenden von Jahren, die von der Optik her allerdings weniger an Herr der Ringe erinnert, als vielmehr an die Schlachten des Highlanders von 1984 und geht dann mit einem Zeitsprung weiter in das Moskau von 1991, wo ein junger Mann in Ermangelung einer russischen Frau Kallwass eine ziemlich böse Hexe besucht, die ihm bei seinen Eheproblemen hilft, was dann Auswirkungen auf den Rest der Handlung des Films hat und dann der Gegenwart von 2004, in der aber die Fantasy kurzfristig mal zur Science Fiction wird, denn einen normalen Russen, selbst wenn er ein Wächter ist, der in seinem Wohnzimmer einen Flachbildfernseher zu hängen hat, kann man getrost noch eher in das Reich der Legende verweisen, wie jeden, wild um sich beißenden Vampir.
Auch brauchen die Wächter immer einen Sud aus frischem und rohen Fleisch und das man da in Moskau einfach zu einem Metzger geht, der den Tisch voller Fleisch hat, darf jeder, der Russland und die, seit Jahrzehnten anhaltende Lebensmittelknappheit auch nur ein wenig kennt, ebenfalls im Reich der Märchen ansiedeln darf.
Die Handlung der eigentlichen Fantasy ist ziemlich Komplex und verlangt eine Menge Aufmerksamkeit, wenn man ihr folgen will. Keine leichte Kost, wie das westliche Auge sie gewohnt ist, aber wenn man sich die Mühe gibt, ihr zu folgen. Zum Plot ein paar Sätze von Filmstarts.de:



Seit Jahrhunderten besteht ein Waffenstillstand zwischen den Mächten des Lichts und der Dunkelheit auf der Erde. Die Anderen, Wesen mit übernatürlichen Kräften, wachen darüber, dass die Dark Ones, Vampire, Hexen und andere Anhänger der schwarzen Magie, nicht willkürlich Menschen abschlachten. Diese Balance der Kräfte hat den Frieden bewahrt. Bis heute. Anton (Konstantin Khabernsky) hat vor zwölf Jahren versucht, das ungeborene Kind seiner ihn betrügenden Frau von einer Hexe ermorden zu lassen. Doch ein Team von Anderen um Tiger Cub und Bear verhaftete die Hexe in letzter Sekunde und zeigte Anton, dass er selbst über außergewöhnliche Kräfte verfügt.


Nur ganz so simpel, wie das klingt, ist das nun auch wieder nicht, denn es ist ein russischer Film und die Russen an sich haben Hang zu sehr komplexer Dramatik und man muss schon sehr bei der Sache bleiben, wenn man der Handlung auch folgen möchte. Wenn man das bei Wächter der Nacht auch macht, hat man einen gut gemachten und auch sonst recht schönen Fantasyfilm, der in meiner persönlichen Wertung auf 8/10 kommt und ein Muss für alle Fantasyfans ist.

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