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Saisonstart im Enddorn

Heute war nun der 3. Oktober und im Enddorn begann wieder die Saison für Zocker. Oli hatte Roulettetisch und den Tisch für Black Jack wieder aufgestellt und die zockende Prominenz war pünktlich da, also auch ich, weil auch mir die Finger juckten.
Ich stolperte also mehr oder weniger rein in mein Lieblingsetablissement und erstmal glatt an Peewee vorbei, weil dieser sympathische Mittdreißiger äußerlich eine kleine Metamorphose durchgemacht hat im Sommer.
Seine Haare waren etwas länger und auch sonst hat ihm der Sommer in Frankreich wohl ziemlich gut getan, denn in seinen Augen war wieder das alte Funkeln, welches viel Spaß beim späteren Zocken versprach.
Allen anderen, mir mehr oder weniger Bekannten, fiel ich durch meine anmutige Gangart wieder auf und ein. Plötzlich fühlte ich mich wieder sauwohl und unter Freunden, da auch Oli ein glückliches Gesicht aufsetzte, an dem aber auch gar nichts gekünstelt, da die Freude eine ehrliche war.
Ich bestellte meine Drogen Milchkaffee und das Cola und Bier Mixgetränk namens Diesel, bekam die ersten Jetons und setzte mich neben Stefan, den Groupier, legte meine Transversalen, zockte drauflos und gewann erstmal vernünftig. Der ganze virtuelle Mist aus dem Internet und der äußerst lästige „Feiertag“ waren wie weggeblasen. Keine Streiterei über die richtige Musik und auch kein Geschwafel zur Einheit. Ich war unter richtigen Menschen, für die beides kein Thema ist.
Musik hören wir die Gleiche und die Einheit ist jetzt einfach da. Punkt und aus. Torsten war diese Woche nicht mit, weil er an der Ostsee einen Auftritt hatte und weil er ja sein Geld als echter Musiker verdient, war das auch gut so. Verlieren konnte ich auch ohne ihn ganz gut und genau das begann, als ich mich von Oli aufstacheln ließ, ich möge mal etwas mutiger setzen.
Ich Idiot machte das dann auch noch und prompt verließ mich das Glück. Der Laden füllte sich und Olis Rechnung mit dem Spielabend als Werbegag ging auf. Ich sah, wie auf einmal Allen die Finger juckten und es wurde Zeitweise recht voll beim Roulette. Als ich am Verlieren war, kam Peewee von einer kurzen Auszeit an der Theke zurück, sah mein Desaster und legte mir wiedermal drei grüne Jetons hin, damit er nicht nur gegen Fremde zockte. Nur mein Glück war weg und Peewee übernahm souverän die Herrschaft über den Tisch.
Nun liegt es in der Natur solcher kurzweiligen Abende, das leider die Zeit auch recht schnell vergeht und ganz plötzlich war es ein Uhr Nachts. Von der vielen Lauferei und dem Training am Tag war ich völlig erledigt und bekam den Drang nach Hause. Da Torsten ja an der Ostsee musizierte, übernahm den Part meines Fahrers diesmal Bürgerin Wilma aka meine Mutter. Ein kurzer Anruf via Handy und meine Kallesche war unterwegs. Der abschied war genauso herzlich, wie die Begrüßung, nur dauert das Wiedersehen jetzt keinen Sommer mehr, sondern nur noch eine Woche und ich freu mich jetzt wieder auf die Freitage, die mir den grauen Winter etwas kürzer machen werden, wenn ich nicht gerade arbeiten muss. Nur ist es dann auch kein Problem, denn da kann man auch noch nach der Vorstellung, um 23 Uhr hingehen. So hat dann auch der Winter wenigstens eine gute Seite. Ich möchte nur mal einige meiner jungen Freunde, wie Felix, Markus, Julian, Simon usw. zu einem solchen Zockerabend ins Enddorn mitnehmen und sie hätten dann noch mehr Gespür für meine reale Welt.