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Santo subito

Heiligsprechung sofort! Nur ein Jahr nach dem Tod von Papst Johannes Paul 2. ist das der aktuelle Schlachtruf der katholischen Christen dieser Welt und als würde es keine anderen, irdische, Probleme geben, fordern sie beim neuen Popen Ratzinger mit dem niedlichen Alias Benedikt der 16. er möge den, nach langer Krankheit und im Alter von jugendlichen 84 Lenzen, so plötzlich und unerwartet dahingeschiedenen Papst aus Polen doch gefälligst heilig sprechen.
Nun war Karol, so sein eigentlicher Name ein netter alter Mann, der es gut meinte, wenn er nicht gerade die Verhütung, Kondome und Abtreibung verfluchte, aber wenn es ausreicht, ein netter Mensch, mit gutem Willen zu sein, um aus einen Menschen einen Heiligen zu machen, dann waren mein Großvater und selbst mein Stiefvater auch heilige Menschen, wobei ihnen sogar Verhütung, Kondome und Abtreibung irgendwie egal waren und auch ich müsste in Rom für sie ein Santo subito verlangen können.
Abgesehen davon, dass der gute Mann sich ja schon zu Lebzeiten volle 27 Jahre lang als heiliger Vater bezeichnen durfte, ist es ein Jahr nach seinem Tod ist langsam genug mit dem religiösem Wahn und er darf aus den Nachrichten verschwinden.
Überhaupt hängt die Latte für das heilig sprechen von Leuten mittlerweile ein wenig tief. Gerade bei der katholischen Kirche, die ja nun nicht unbedingt als ein Hort des Fortschritts verschrien ist, war es früher dringend erforderlich, dass der Kandidat zur Heiligsprechung mindestens ein zwei nachvollziehbare Wunder vorzuweisen hatte oder doch wenigstens einen sehr langen und schmerzhaften Tod als Märtyrer gestorben ist. Selbst dann mussten die Meisten noch mehrere hundert Jahre warten, bis ein Papst sie nach recht komplizierten Regeln dann zu Heiligen erklärte. Einzig der heilige
Franz von Assisi wurde auch nur zwei Jahre nach seinem Tod heilig gesprochen und das auch nur, weil sich vor seinem Tod bei ihm ein echtes Stigmata, also die Wundmale von Christus gezeigt haben sollen und das Ganze im Jahr 1228, also ein klein wenig vor unserer Zeit ablief und die Menschen damals nur ihren Glauben hatten und ansonsten nicht viel. Nicht einmal Bildung. Mal ganz abgesehen von dem irdischen Aufwand, was hat der schon etwas verblichene Pope denn von seiner Heiligkeit als Toter?
Davon ausgehend, dass der Kollege im Paradies weilt, bekommt er dadurch Backstagekarten, falls Elvis dort Konzerte geben sollte oder kann er mit seinem Papamobil dann auf einer Wolke näher an Gott parken?
Auf der, ziemlich irdischen Erde und im Leben der meisten Gläubigen wird die Tatsache, dass John Paul nun ein Heiliger ist, genauso viel ändern, wie der Sack Reis, der mit viel Lärm in China umgefallen ist. Selbst wenn ich also ein gläubiger Mensch wäre, der ich aber nicht bin, der an einen Gott und dessen umfangreiches Bodenpersonal glaubt, was würde es mir bringen, was würde es der Welt bringen, wenn ein ziemlich toter Papst nun noch zum Heiligen erklärt oder gesprochen wird?
Mir würde es körperlich nicht besser gehen und ein heiliger Johannes Paul würde genauso wenig neue Arbeitsplätze schaffen, wie eine Kanzlerin Merkel. Die Menschen sollten aufhören an irgendeine höheren Blödsinn zu glauben und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Die höheren Wesen, so es sie denn gibt, haben doch in etlichen Kriegen längst bewiesen, wie egal ihnen die Erde und die Menschheit ist, egal, wie heftig sie angebetet werden.

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!