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Schattenwirtschaft

„Wirtschaftliche Aktivitäten, die zu der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung hinzuzurechnen sind, die aber in keiner offiziellen Statistik ausgewiesen werden. Zur Schattenwirtschaft zählt man: Wertschöpfungen aus Transaktionen von Gütern und Dienstleistungen auf dem Schwarzmarkt (darunter die Schwarzarbeit), Selbstversorgung und Nachbarschaftshilfe privater Haushalte, freiwillige, ehrenamtliche oder sonstige Leistungen ohne Erwerbsabsicht, sowie die Wertschöpfungen aus Straftaten. Nachteilig wirkt sich die Schattenwirtschaft auf die gesamte Volkswirtschaft aus, vor allem durch den Wegfall von Steuereinnahmen und Beiträgen zu den Sozialversicherungen sowie durch eine Wettbewerbsverzerrung (vor allem durch die Schwarzarbeit). Gründe für die weite Verbreitung der Schattenwirtschaft sind die aus Arbeitnehmersicht bestehenden Missverhältnisse zwischen stagnierenden Löhnen und steigenden Steuern und Sozialabgaben.“

Der mediale Tanz um das aktuelle goldene Kalb, die Osterweiterung der EU, nimmt schon skurrile Züge an und entlarvt eine Menge eigentlicher Intentionen. Ich kenne eine Schattenwirtschaft noch aus den Zeiten der DDR, wo man anständige Leistungen und Produkte in D-Mark bezahlte und alles andere in Ostmark. Das war es auch, was die Wirtschaft der DDR endgültig zugrunde gemacht hat. Wenn die Tschechen das nun die nächsten sechs Jahre betreiben wollen, so ist das deren Ding.
Widerlich ist es nur anzusehen, wenn deutsche Klein und Mittelständische Unternehmer mit langer Zunge in die Fernsehkameras schmachten, wie sehr sie sich auf die fleißigen und billigen(!) Arbeitskräfte aus Tschechien freuen, die ja nun, der EU sei dank, lange vor ihrem eigenen Euro, die wirtschaftlich unsäglich dämliche Möglichkeit bekommen durch gezielte Schwarzarbeit in Deutschland mit ihren Einkünften in Euro dann daheim in Tschechien ganz gezielt eine Schattenwirtschaft mit zwei Währungen aufbauen können. Nun sollten aber wenigstens deutsche Politiker ein bis zwei Sorgenfalten auf der Stirn haben im Angesicht der Masse von Länderübergreifenden Schwarzarbeitermassen, aber die stimmen nur ihren tschechischen Kollegen brav zu, die nun ihrerseits Billigarbeiter aus dem fernen, ehemals sowjetischen Staaten kommen könnten , die tschechische Arbeitsplätze bedrohen(!) könnten. Diese Überlegungen, die tschechische Politiker für ihr Land haben, offen aussprechen und bei ihren Landsleuten ehren, scheinen den deutschen Politikern für ihr Land und ihre Millionen Arbeitslosen offensichtlich völlig fremd zu sein. Die ergehen sich lieber in verfrühtem Jubel und lassen dreißig Mal am Tag Europa und seine Beamten vor laufender Kamera hochleben.
Das deutsche Volk ist ja geduldig und zahlt erstmal murrend und widerwillig. Ein Herr Merz von der CDU unterstellt dem Volk sogar nichts weniger als einen „Freudentaumel“ und entfacht damit die Diskussion Politiker und Drogen aufs Neue. Denn wie abgehoben müssen Politiker sein, die in einer sehr künstlich angefachten Freude schon eine natürliche erkennen können! Den meisten Bürgern ist dieses rein politische Ereignis nämlich ganz schlicht erstmal egal und der 1. Mai war ja immer schon ein Feiertag. Politisch wirres Feiertagsgerede wird spätestens dann umschlagen, wenn die Themen Schwarzarbeit, Löhne, Steuern und Tarife erstmal die Stammtische erreicht haben werden. Auch die Schattenwirtschaft, die sich entwickeln wird, dürfte ein Thema werden. In der Schattenwirtschaft der DDR waren die Vorteile der beteiligten Seiten immer sehr gut zu erkennen. Bei der medial umjubelten Osterweiterung sind diese beiderseitigen Vorteile nur sehr schwer auszumachen. Für die Jugend dürfte auch die Meldung über den Börsengang der Suchmaschine Google im Internet viel interessanter sein, als die, das Lettland nun auch zur EU gehört. Was wird sich ändern und kostet da in absehbarer Zeit ein bisher kostenfreier Service auf einmal Geld, das dann vom eng bemessenen Taschengeld bezahlt werden muss? In Berlin werden die üblichen Krawalle das Thema des 1. Mai sein und nicht die Feierei der EU. Es gibt also immernoch Wichtigeres, als diese Osterweiterung, deren Folgen noch nichtmal im Ansatz absehbar sind.