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Schuldig

Er lief durch die Gegend und war völlig verwirrt. Zuhause, bei seinem Vater, dem Professor konnte und wollte er nicht mehr bleiben.
Er hatte da Entdeckungen gemacht, die ihn fast um den Verstand brachten, denn er lebte jetzt schon 25 Jahre und hatte Kinderfotos von sich gefunden von Orten, an denen er noch nie gewesen war und vom Professor keine anständigen Antworten auf seine Fragen bekommen. Jetzt, wo er volljährig war, wollte er einige Antworten auf Fragen, die ihn interessierten. Wer z.B. war seine Mutter und wo war sie genau? Das sie bei seiner Geburt verstorben war, wollte und konnte er nicht mehr glauben, nach den Briefen, die er gefunden hatte.
Da fragte eine Frau ständig nach ihrem Sohn und da der Professor sein Vater war, stieg in ihm ein Verdacht hoch. Auch, als seine Fragen nach seiner Mutter und ihrem Verbleib immer häufiger nur sehr vage oder gar nicht beantwortet wurden, konnte ihn die Version von ihrem Tod bei seiner Geburt auf einmal nicht mehr überzeugen, ohne, das er wusste warum. Dazu waren auch die Briefe, die er unterm Dach versteckt gefunden hatte, einfach zu seltsam.
Er hatte auch nie verstanden, warum er seine Schulzeit in einem schweizer Internat verbringen musste und nicht in eine deutsche Schule gehen durfte. Eigentlich war sein Vater überhaupt sehr merkwürdig, was seinen Kontakt zu anderen Menschen anging. Außerhalb seines Wohnhauses, einem abgelegenem Bauernhof und der Zeit im Internat hatte er gar keine Kontakte gehabt und das ging so, seit er denken konnte.
Er hatte noch nie ein Theater oder ein Kino von innen gesehen, dafür hatte auch sein Vater gesorgt und er hatte ihm ein Heimkino eingerichtet. Geld hatte der genug, denn er hatte immerhin einen Nobelpreis bekommen vor seiner Geburt. Nur auf die Frage, wofür er den bekam, gab ihm sein Vater wie immer keine befriedigende Antwort.
Er wusste auch nicht, warum er die Öffentlichkeit so meiden sollte und genau das wollte er jetzt wissen und verließ den Vater voller Neugier auf die restliche Welt außerhalb des Bauernhofs und des Internats. Er wollte nun endlich Antworten auf seine vielen Fragen, aber ihm stellten sich nur noch neue. Die Straßen waren völlig leer und das kannte er, auch aus dem Fernsehen, anders. Auf einmal überschlugen sich die Ereignisse und nahmen einen merkwürdigen Verlauf. Bevor er die Stadt erreichte, nahm ihn die Polizei fest und eine Woche später stand er vor Gericht wegen Massenmordes. Er erfuhr dabei Erstaunliches.
Sein Vater, der Professor, hatte den Nobelpreis für das erfolgreiche Klonen von Menschen bekommen und hatte einen Sohn, der Killer aus Leidenschaft war und tausende Menschen aus purem Vergnügen in einem Blutrausch hingeschlachtet haben sollte.
Nur der Sohn war nicht er. Er wurde schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Er war schuldig, aber er war nur schuldig, ein Klon, ein Replikant zu sein, den der Professor gezüchtet hatte, um seinen leiblichen Sohn vor Strafe zu schützen! Jetzt ergab alles einen Sinn und so ziemlich jede Frage war beantwortet, aber für ihn war es zu spät, denn für Massenmord gab es nur Tod durch Erschießen als Sühne!

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!