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Schwere Kost für Trekkies

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Eigentlich war ich ja ziemlich skeptisch, als ich 2002 nach Star Trek Nemesis gelesen habe, Star Trek XI solle ein Prequel werden das tatsächlich vor der Serie mit William Shatner von 1966 spielen sollte, aber nun bin ich doch überrascht, denn Regisseur J. J. Abrams hat mit Star Trek XI den ersten Film abgeliefert, der selbst mich überzeugte. Er hat zwar mit der Serie Raumschiff Enterprise nur dem Namen nach zu tun, aber Chris Pine spielte den Capt. James T. Kirk sehr viel erfrischender und glaubwürdiger, als es William Shatner, der sich alle 79 Folgen von Star Trek TOS, in der er sich den Bauch wegbinden musste, je getan hat. Obwohl in Star Trek Nemesis genug Cliffhanger für eine Fortsetzung von TNG gegeben hat, Data überspielte sein Gedächtnis in den baugleichen B4 und das gottesähnliche Wesen Q hätte alles andere richten können, war J. J. Abrams so mutig und fing ganz von vorne, also vor TOS bei Kirk an. Obwohl ein Tod der Crew von TNG ein sauberer Abschluss gewesen wäre. Zachary Quinto als Spock ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber noch wandelt ja im Film Leonard Nimoy als alter Botschafter Spock durch Zeit und Raum. Abrams Vorstellung vom Verlauf der Zeit könnte man seltsam nennen, aber seine Variante, wie und wo sich die Besatzung der Enterprise zusammensetzt, die entbehrt nicht einer gewissen Komik. Der Arzt Leonard „Pille“ McCoy, der von einem Karl Urban überzeugend gegeben wird, ist fast so ein Brüller, wie der junge Steuermann Pavel Chekov, der so radebrechend spricht, als sei er frisch aus Russland entwischt. Genial auch die Idee, den jungen Lt. Montgomery Scott von Simon Pegg geben zu lassen. Dreh und Angelpunkt des Films war dann auch nicht die langweilige Suche nach neuen Planeten, sondern mit viel Action gespickt, der Kampf gegen den Finsterling, den Romulaner Nero, der mit einem beeindruckenden Raumschiff und einem Zeug namens Rote Materie Planeten in die Luft, oder besser, in den Raum sprengte. Ein Prequel der alten Serie kann der Film allerdings nicht sein, denn Abrams hat es sich nicht nehmen lassen, seinen Schurken Nero einen der wichtigsten Planeten der Föderation der vereinten Planeten pulverisieren zu lassen, der auch ein wesentlicher Bestandteil der alten Serien TOS, TNG und in einigen Filmen war. Ich habe in bald 40 Jahren so ziemlich alle Folgen von Raumschff Enterprise teilweise sogar mehrmals gesehen, genau wie alle Folgen von Star Trek TNG seit 25 Jahren und wenn ich Star Trek XI richtig interpretiere, war das der Pilotfilm für eine neue Serie, auf die ich mich sogar freuen würde. Was J. J. Abrams mit Mission Impossible 3 und mit LOST bei mir nicht gelungen ist, bei Star Trek hat er mich überzeugt, er hat ein Händchen für Science Fiktion. Auch wenn es schwere Kost für fundamentalistische Trekkies ist, Abrams ist ein Film gelungen, der von mir 9/10 Punkte für gute Unterhaltung auf meiner persönlichen Wertung bekommt. Zumal Blu ray und DVD ein Wendecover besitzen. Dazu nun eine neue Serie und die Sache wäre rund und würde neuen Schwung in das Thema Star Trek bringen. Diese neue Version eines alten Themas ist sehr viel witziger und außerirdischer als alle bisherigen Filme und Serien darüber. J.J. Abrams hat ein Händchen dafür bewiesen und macht hoffentlich mehr davon. In der Besatzung von Star Trek 11 schlummern Drama und Komik und es wäre fahrlässig, daraus keine Serie zu machen.




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