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Schwiegersohn

Moby_Dick

Als ich am gestrigen Sonntag die Nummer Moby Dick und Greenpeace abzog, also mit meiner Freundin 11 bis 43 Längen schwimmen war, erfuhr ich nach der zweiten Länge, in der ich beinah völlig abgesoffen wäre so einige interessante Neuigkeiten über ihre Tochter, die mir ihr leiblicher Vater, ein ehemaliger Kollege von mir, in einem Anfall von Wut, Selbsthass und Midlife-Crisis ja überlassen hatte, als er seine Familie wegen eines dicken Punks in Leipzig verlassen hatte und für die ich mich dann wie ein Vater fühlte. Dieses Mädel, das ich kenne, als es mit drei noch ein quengelndes Kind war und mit 15 die ersten Hauptrollen in einer Kinderrevue im Friedrichstadtpalast hatte nicht nur mit 19 ihr Abi ziemlich glänzend bestanden, sondern nun auch einen jungen Mann als sehr festen Freund, der 23 ist und Verfahrenstechnik studiert.
Der Junge ist nett, klug, witzig und sehr sympathisch, also eine eher seltene Kombination für einen jungen Mann in dem Alter. Das Meiste davon habe ich von Bine erfahren, als sie neben mir von Sydney nach Kalkutta geschwommen ist, denn in etwa so lang war die gefühlte Strecke im Becken heute.
Der Junge muss ja eigentlich auch nicht mir gefallen, sondern ausschließlich Lina und die ist genauso begeistert von ihm, wie ihre Mutter, was an sich schon selten genug ist. So ist oder besser war meine Vaterschaft eine ziemlich kurze, obwohl ich ja Lina ihr ganzes Leben lang kenne und ja auch weiter kennen werde. Nur der erste Mann in ihrem Leben ist nun ein anderer, nachdem der leibliche Vater sich ja wie ein trauriger Held ausgeklinkt hat, weil ihn die Hormone trieben. Es sind also die Kinder meiner Freunde, wie Lina und Sebastian, den Sohn meines Schulfreundes Olaf wir erinnern uns an 2004
"Papas bester Freund"
, die die besten, bisher verborgenen Gefühle, Vatergefühle in mir weckten. Kinder mit einem sehr guten und sehr geraden Weg, der völlig am Leben im Internet vorbeiging. Basti auf dem Weg zum Doktor und Lina erst mal in ein Studium, das auch zu etwas Nützlichem führen wird und am Daueraufenthalt im Internet vorbei. Lina hat zwar eigenes Internet, aber nutzt es nur zu Information und sehr eng begrenzter Kommunikation. Beide Kinder sind von mir unbemerkt, aber unheimlich erwachsen geworden und erinnern mich daran, was ich hätte selbst haben können, würde in meinen Genen keine teuflische und vor allem tödliche Krankheit auf ihren Ausbruch in der nächsten Generation warten. Obwohl ich Lina ihr ganzes Leben lang kenne, war meine unmittelbare Vaterschaft bei ihr dann doch eher kurz, aber nicht mit weniger Liebe. Obwohl die meiste Liebe ja eher ihrer famosen und hübschen Mutter gilt, die ja Lina auch eher im Alleingang großgezogen und auch versorgt hat, bzw. immer noch versorgt. Aber das sind Dinge, die ich erst spät, fast zu spät erfahren habe und die mich daher auch jetzt erst etwas angehen. Wie auch immer, mein kleiner Engel ist jetzt glücklich und allein darauf kommt es an. Da dieser Schwiegersohn auch meiner Bine gefällt, wird er bei mir auch nichts anderes, als offene Arme und einen guten Willen vorfinden. Lina hat sich einen guten Mann verdient.

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!