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Serverprobleme

Diese Serverprobleme, die seit Mitte fast ohne große Unterbrechung 1999 Platz Eins auf der Hitliste der Probleme der damaligen Kinder und Jugendcommunity mit Chat belegt hatte, dürfte ab Ende März noch das kleinste Problem aller Mitarbeiter dort sein. Denn dann ist wirklich Schluss mit schlampig und GIGA wirklich am Ende. Wie das Online-Wochenmagazin DWL berichtet, ist am 31. März Schluss mit den beiden Sendungen, die noch am Tag und auf dem gammligen Privatsender „das Vierte“ laufen:



Zum 31. März werden die beiden letzten „Giga“-Formate, die via analogem Kabelnetz als Fensterprogramm beim Spielfilmsender Das Vierte noch einem breiten Publikum zugänglich waren, eingestellt. Damit bestätigt sich eine Meldung des Medienmagazin DWDL vom vergangenen November. Damals berichtete DWDL exklusiv über das Aus für die beiden interaktiven Fernsehformate und den Ende März auslaufenden Mietvertrag der Studios am Brandenburger Tor in Berlin.„Giga“-Redaktionsleiter Daniel van Moll bestätigt das Aus der Sendungen auf seiner Website. „Jede Show hat ein Ende", so van Moll dort. Für den 31. März werde nun ein großes Finale vorbereitet. Einen Tag später füllt eine dreistündige CallIn-Show mit dem Titel "Hollywood Quiz" den freigewordenen Sendeplatz im Programm von Das Vierte.

Gewollt oder ungewollt hat sich damit noch eine Prognose von mir erfüllt, die ich gestellt habe, als ich das erste Mal erlebt habe, wie sich eine Sendung, die an und für sich und nach eigenem Bekenntnis mit Computer und Internet beschäftigen sollte, geradezu hingebungsvoll dem Brutverhalten eines Storches mit dem Namen Horst gewidmet hat. Der betreffende Moderator reagierte sehr schräg, als ich ihn via Mail nach dem Zusammenhang von Storch mit Computer und Internet gefragt hatte und schrieb er mir vage was von einer Webcam. Das hatte dann zwar schon etwas mit Computer und Internet zu schaffen, war aber vom Inhalt her in etwa so interessant, als ob man Wäsche beim Trocknen zusehen würde und war auch vom Thema her sonst nur etwas für begeisterte Ornithologen und nichts für Computerfreaks, die ja die Sendung eigentlich nur deswegen verfolgten und nicht wegen brütender Vögel. Dieser abartige Trend, in einer Computershow auch alles in aller Ausführlichkeit zu zeigen, was definitiv nichts mit dem Computer zu tun hat sich bis heute gehalten und war am Ende sicher auch einer der Gründe, warum immer weniger diese Sendung sehen wollten und brach ihr zum Schluss sicher mit das Genick. Erst gestern, am 7. März war derselbe Moderator stundenlang damit beschäftigt, den letzten Zuschauern das Dartspiel zu erklären. Aber auch wenn man seinen PC wegen auftretender Macken gelegentlich aus dem Fenster werfen möchte, so ist er immer noch ein Computer und kein Dartpfeil. Ein weiterer Grund, warum es mit der Sendung so rapide abwärts ging, ist die Fluktuation der Moderatoren, die allerdings abzusehen war. Von den Idealisten der ersten Stunde, die die Sendung erst sehenswert gemacht haben, ist niemand mehr dabei, weil sie ganz einfach bessere Angebote bekamen oder ihren Job auch nur anständig studieren wollten. Im Moment sitzen da Leute vor der Kamera, die teilweise ihre deutsche Grammatik so radebrechen, wie frisch angekommene Spätaussiedler und Russlanddeutsche, nur, dass sie ihre Nasen nicht gleich vor eine Kamera hängen würden. Beim Onlineauftritt dieser Sendung, hat der Begriff Serverprobleme nun schon seit 1999 die Funktion einer Kernaussage zur Arbeitsweise und möchte sich auch einfach nicht ändern. Nachdem man nun in einem Handstreich jeden, der sich auf GIGA.de auch nur etwas holen, bzw. downloaden will, dazu verpflichtet hat, sich dafür im Forum zu registrieren, um damit dann Geld zu machen, schnellte die Anzahl der User sofort auf 1123732 registrierte Benutzer hoch, wie man auf der Startseite ganz stolz verkündet. Wenn aber auch nur ein Viertel oder gar die Hälfte der Nutzer auf die Idee kommen sollte, mit ihrem teuren Account dann auch mal das Forum zu besuchen, geht nach den Gesetzen der Logik und der Physik auch der beste Server in die Knie. Wer diese schlauen Leute und GIGAs Onlineauftritt in Zukunft bezahlen wird, ist ohne die Sendungen ja sowieso ziemlich offen. Aber diese Leute haben ja immerhin Kunst studiert und es gibt wohl nichts, was der Arbeitsmarkt mehr brauchen könnte, als Kunststudenten mit Interneterfahrungen. Sie würden auch nie wieder Serverprobleme mit Hartz IV bekommen und GIGA im Internet wäre dann am Ende. Irgendwo auch schade, denn ich habe da viele nette Menschen getroffen.
Höhepunkte der Spannung sind heute die immer häufiger zelebrierten Kochkurse, die ja einen direkten und logischen Bezug zu Computer und Internet darstellen. Denn wer hat nicht schon Spiegelei und Salate auf seinem Monitor angerührt?

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!