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Sin City

Es muss wohl an meiner ostdeutschen Herkunft liegen, dass ich mich mit Comics im Allgemeinen und mit amerikanischen Comics im Besonderen absolut nicht auskenne. Ich wusste, dass es Mäuse, Enten und anderes gezeichnetes Getier von Walt Disney gibt, von den Franzosen die Gang um Asterix, das deutsche Fix und Foxi, durch das Fernsehen von dem außerirdischen Superman, der im amerikanischen Metropolis für Ordnung sorgte, einem Batman, der in einer Gotham City das Gleiche machte und das war es dann auch schon. Als ich mit 21 dann vorzeitig wegen Krankheit in den Westen durfte, waren Comics auch das Letzte, was mich interessierte, denn dazu waren mir die teuer zum Wucherkurs von 5:1 umgetauschte DM dann auch zu kostbar, als das ich sie für Comics verschleudert hätte. Nur den französischen Asterix fand ich klug und witzig gemacht und dann auch gesammelt. Was aber weder teuer noch schwer war, denn der Zeichner Albert Uderzo und der Texter Rene Goscinny brachten nur alle drei Jahre ein neues Comic auf den Markt. Super Bat und Spiderman waren mir als Comichefte einfach zu albern, als das ich Interesse daran entwickeln konnte. Mit den drei Filmen mit Christoper Reeves als Superman aus den Siebzigern konnte ich genauso wenig etwas anfangen, wie mit Adam West als Batman in der Fernsehserie aus den Sechzigern. Das schien mir alles zu lieblos gemacht und man klammerte sich zu sehr an die Vorlage aus den Comics und wirkte nur albern. Echtes Interesse an Comics hatte ich erst Jahrzehnte später, aber dann auch nur in der Form von gut gemachten Filmen und die gut gemachten Filme fangen bei mir 2002 mit Tobey Maguire in Spiderman erst an. Seither bin ich geradezu süchtig nach verfilmten Comics. Nun ist Sin City nicht nur ein einfach verfilmter Comic, sondern von Regisseur Robert Rodriguez als Film Noir angelegt. Prisma-Online erklärt den Plot von Sin City so:



Die Metropole Sin City erweist sich in der Tat als Sündenpfuhl, in dem Verbrechen, Korruption und Sex den Alltag bestimmen. Als der tumbe Killer Marv morgens neben dem toten Callgirl Goldie aufwacht und die Polizei schon anrückt, um ihn als Mörder zu verhaften, beginnt Marv einen Rachefeldzug, der vor niemandem halt macht. Derweil versucht der einzige offenbar nicht korrupte Bulle Hartigan einem üblen Triebtäter und Killer das Handwerk zu legen, während es Privatdetektiv Dwight mit einem durch und durch verruchten Cop zu tun bekommt...


Aber das ist einfach eine Spur zuwenig, denn es passiert mehr.
Sin City ist als Film per Definition und Übersetzung ein Film Noir, also dunkel, finster, schmutzig, schwarz und traurig. Mit anderen Worten ist er schwarzweiß mit einigen bunten Flecken und sehr brutal. Also ein unterhaltender Streifen. Die Liste der beteiligten Schauspieler liest sich wie das „Who is Who“ aus Hollywood. Mickey Rourke, Bruce Willis, Elijah Wood, Jessica Alba, Benicio Del Toro, Michael Madsen, Josh Hartnett, Rutger Hauer und noch etliche andere, aber man hat Probleme einige dieser Leute unter ihrer übermäßig aufgetragenen Maske zu erkennen. Das meiste Blut in diesem Film Noir ist praktischerweise weiß und damit gut zu erkennen, denn es fließt reichlich. Die Handlung ist recht spannend, aber trotz der Erklärungen aus dem Off etwas undurchsichtig. Irgendwie will im Film jeder jeden umbringen oder wenigstens zerlegen. Ich habe selten soviel Körperteile herumfliegen und liegen sehen. Auf jeden Fall erging an mich fürs nächste Jahr ein Kaufbefehl, wenn Sin City als DVD zu haben ist. Der Film ist einfach zu kaputt, um ihn nicht haben zu wollen. Außerdem bin ich Fan von Bruce Willis.
Allerdings glaube ich nicht, dass der Film FSK 16 und damit bei Amazon zu haben ist. Als Wertung bekommt er für Spannung und Unterhaltung glatte 10/10 Punkte von mir.
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