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Sport ist Mord

Wenn das schon meine Freundin gestern feststellte, die mich als Moby Dick mit nur einer funktionierenden Flosse durch ein 100 Meter Becken gejagt hat, ist da auch definitiv etwas Wahres dran.
Der Sex in der Umkleidekabine war diesmal sogar noch etwas intensiver, weil Murat nicht kam und mit langer Zunge vor der Tür hecheln konnte, was ja nun doch etwas nervt und ablenkt, konnten wir uns umso intensiver einander widmen.
Sie ist eben eine Schönheit, die man besitzen möchte.
Danach schlurften wir als beide in Richtung Becken und da auch gestern keiner von Greenpeace zu sehen war, konnte ich mich selbst ins Wasser rollen, das nicht zu kalt und nicht zu warm war, sondern genau richtig, um darin nach allen Regeln der Kunst zu ersaufen.
Nur fand ich Tag und Zeit nicht optimal dafür und daher begann ich zu rudern.
Um mich herum eine große Auswahl planschender Teppichratten von 6 bis 10, die ziemlich eindeutig das Kinderbecken mit sagenhaften 60 cm tiefe verfehlt hatten und nun alle auf van Almsick machen wollten und mir bei diesen Schwimmversuchen auch gelegentlich den einen oder anderen großen Zeh in meine Nase bohrten, aber sonst im Großen und Ganzen recht erträglich waren.
Alte und übergewichtige Frauen im Wasser sind da sehr viel bedrohlicher.
Außerdem kam dann Bine auch ins Becken, setzte ihr Gesicht einer Domina auf und gab mir befehle, wohin ich zu schwimmen hätte.
Da ich ihr ja gehorche, wie vorher noch keiner anderen Frau, paddelte ich also los. Nur in dem Augenblick wurde aus dem, doch eher kleinen Becken wieder der gefühlte Pazifik und ich wurde wieder zum Stein.
Ich war ja noch nie ein großer Sportler gewesen und schwamm immer eher wie ein Aschenbecher aus Marmor und gestern genau genommen gar nicht, sondern hielt mich nur irgendwie über Wasser und bewegte mich dabei auf irgendeine Weise in eine Richtung, die nicht immer vorne sein musste, denn wenn man das mit nur einer Hand und einem Fuß erledigen muss, eröffnen sich da ungeahnte Möglichkeiten der ungewollten Koordination.
Nach meinem mörderischen Einsatz im Becken ging es zum gemeinsamen Duschen und auch das wurde wieder ein Akt der puren Erotik. Genau, wie der folgende Sex beim Abtrocknen und Anziehen in der Kabine. Zum Abschluss meines nassen Einsatzes also wieder Erholung pur. Wir mussten nicht einmal verhüten, denn monogamer als wir leben und lieben nur noch Einzeller.
Nur sind Einzeller nicht annähernd so schön, wie meine Sabine und wären auch nicht wirklich kompatibel.
Aber zurück zu gestern. Ganz zum Schluss saßen wir noch bei einem Cappuccino und planten das nächste erotische Ersaufen und gleich noch unseren Urlaub, der als Kreuzfahrt auf dem mittelsten aller Meere, also dem Mittelmeer, bis auch die lange Anfahrt mit dem Bus na Genua, wo das Schiff liegen wird, ein reiner Erholungsurlaub werden wird und wo ich den Pool auf dem Schiff, Dank des wöchentlichen Trainings mit Bine, praktisch mit einem Zeh bewältigen werde.
Der Abschied war nicht ganz so spektakulär, wie die Begegnung zwei Stunden vorher, wo ich von gleich sieben Löschzügen überholt worden bin, die mit lautem Ta Ta in Richtung Neubausiedlung getobt sind.
Was da genau passiert ist, weiß ich nicht, denn Rauch war keiner zu sehen. Aber wie ich Berlin kenne, wird heute in den Zeitungen stehen, dass da sieben polnische Putzfrauen von einem nassen Schwamm erschlagen worden sind. Uns kümmert das ohnehin nicht, denn wir betrieben Abschied für eine Woche und wurden dabei fast eingescheit. Das diesen Monat die Uhren auf Sommerzeit umgestellt werden sollen, kann unmöglich daran liegen, dass der Sommer nahe sein soll.
Das wäre einer der vielen Irrtümer der Wissenschaft, denn auch Berlin hatte gestern noch zuviel von den schweizer Alpen, als das daran etwas dran sein könnte.
So war ich völlig fertig, sank wie ein Stein auf mein Bett und versäumte so natürlich auch zum ersten Mal seit Jahren die Oscarverleihung und könnte mich jetzt dafür treten, denn ich hätte George Clooney zu gerne gesehen, wie er seinen Oscar bekommt. Alle anderen haben mich ohnehin nur mäßig bis gar nicht interessiert. Sport ist eben Mord und dagegen bin auch ich machtlos.

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