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Stargate, die Serie

Es gibt eigentlich nichts Übleres, was einet guten Filmidee widerfahren kann, als das man sie für eine Serie im Fernsehen verheizt. Das übelste Beispiel dafür ist Stargate. Der Film war mit Kurt Russel und James Spader ziemlich hochkarätig besetzt und von der Idee her auch ziemlich spannend. Die Pyramiden in Ägypten, einer Wiege der Zivilisation, sind nur Landerampen für außerirdische Raumschiffe gewesen. Der Plot des Films war einfach und genial. Dr. Jackson, James Spader, entdeckt bei Ausgrabungen in Ägypten ein kreisrundes Etwas aus einem Metall nichtirdischen Ursprungs, das sich dann als ein Tor zu anderen Welten herausstellt, das quer durch alle Galaxien stabile Wurmlöcher aufbaut, durch die sich dann Menschen zu anderen Planeten bewegen können, als würden sie zum Kiosk laufen. Nur ungefährlicher und schneller. Als erster Kundschafter wird Colonel O’Neil geschickt, der auf der Erde gerade seinen Sohn durch einen bösen Unfall verloren hat und Dr. Jackson. Sie gelangen so auf Ebidos, einen Planeten, der an das alte Ägypten erinnert. Die Einheimischen dort sind ein friedliches Hirtenvolk, die nur vor Einem Angst zu haben scheinen, den Goault. Das sind Alien mit Würmern im Bauch, die so reden, als würden sie gerade in einer Mülltonne sitzen und die entfernten Erben der Alien, die das Stargate gebaut haben und die über den gewinnenden Charme eines Osama Bin Laden verfügen, aber besser aussehen, weil sie ihre geklaute Technik ewig jung hält. Jackson findet bei den Einheimischen eine Frau auf Ebidos und O'Neil eine Art Ersatz für seinen toten Sohn. Beide werden von bösen Aliens, die alle die Namen ägyptischer Götter tragen, entführt und O'Neil schickt dafür einen samt Raumschiff in die Hölle. Soweit zum Film, der eigentlich völlig gereicht hätte. Gäbe es da nicht die Produzenten Glassner und Wighte, die daraus doch tatsächlich eine eher peinliche Serie gemacht haben. Kurt Russel war zu gut und logischerweise nicht dafür zu haben. So begann die Katastrophe schon mit der Besetzung. Um die Rolle des beinharten O'Neil zu spielen, kam man tatsächlich auf die Idee, den Darsteller des Okopax McGyver anzuheuern. Mr. Friedlich plötzlich als Colonel in einer Armeeuniform und mit einer Knarre unterm Arm. Unglaubwürdiger ging es kaum noch. James Spader, der den Dr. Jackson gab, wollte auch in keine Serie und wurde durch einen Nobody ersetzt, der in der Serie nun den weisen Doktor gab. Den Beiden zur Seite wurde noch als optischer Ausgleich ein weiblicher Major Carter gestellt, die sich mehr oder weniger erfolgreich um die irdische und außerirdische Technik kümmert und um das Ganze noch spannender zu gestalten, nach der ersten Folge auch ein befreiter Jaffar, eine Art Leibwache der bösen Aliens. Die vier Leutchen erkunden nun via Stargate so ziemlich alle Planeten, die mit Wurmlöchern erreichbar sind. Da es in der Natur der Sache liegt, dass es sich dabei um eine endlose Menge handelt, steht diese Endlosigkeit der ja durchaus endlichen Phantasie der Serienmacher gegenüber. Wie begrenzt diese Phantasie ist, erkennt der Zuschauer schon daran, das auf sämtlichen, in der Serie besuchten Welten immer nur sehr humanoide Menschen leben. Andere Filme und Serien, die sich mit dieser Art Sience Fiction beschäftigen, sind da wesentlich weiter und somit auch besser. Den Menschen als das Maß aller Dinge und als die Krönung der Evolution oder Schöpfung zu betrachten, ist nichtnur überheblich, sondern auch im höchsten Maße arrogant. Es gibt Serien und Filme, wie z.B. StarTrek, wo das sehr viel besser, intelligenter und unterhaltsamer gelöst wurde. Immer wenn RTL 2 mit Stargate, der Serie droht, ist der normale Fernsehkonsument gewillt, die DVD des Films oder irgendwas von StarTrek einzulegen. Mir zumindest geht es so.