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Stealth

Dieser Film von Rob Cohen, 2005, der Marke Top Gun ist mir bei meiner monatlichen Visite in meiner Videothek mit knapp sechs Euro recht billig in die Hände gefallen.
Es ist einer der Filme, die ja nach dem 11.09. 2001 unweigerlich zu erwarten waren und die Handlung ist entsprechend dünn, wie auch Prisma-Online zu berichten weiß:



Sie sind die Elite-Piloten der Navy: Ben, Kara und Henry. Dank ihrer Ausbildung und ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten sollen sie mit Stealth-Bombern jegliche terroristischen Aktivitäten im Keim ersticken. Doch schon bald bekommen die drei Überflieger einen Konkurrenten: ein unbemannter, Computer-gesteuerter Prototyp. Als der Jet jedoch von einem Blitz getroffen wird, entwickelt der Computer ein Eigenleben, das schnell zur tödlichen Gefahr wird. So müssen unsere drei Recken die Wunderwaffe ins Visier nehmen...


Es ist einer dieser Filme, der das amerikanische Volk beruhigen und in Sicherheit wiegen soll. Bis auf Oscarpreisträger Jamie Foxx (Ray) hat man auf menschliche Hauptrollen recht großzügig verzichtet und auch Foxx geht neben der eigentlichen Hauptrolle, der neusten militärischen Technik der USA, ganz einfach unter.
Wie blödsinnig die Botschaft des Films ist, hat schon Michael Moore recht treffend formuliert: “Amerika ist sicher vor Bombenattentaten und Flugzeugentführern, die Teppichmesser schwingen, wenn es nur die teuren Stealth-Bomber sein Eigen nennt!“. Im Rahmen der neuen Weltordnung gehen diese Mega-Bomber dann natürlich auch den alten Feinden und neuen Freunden in Russland zur Hand und bombardieren für sie Ziele in Tschetschenien.
Wenn dabei dann einer der eigenständig denkenden Steuercomputer dieser Bomber ausfällt und sein eigenes Bewusstsein entdeckt, wie einst der berühmte Computer Hal im Film "2001: Odyssee im Weltraum" und nun ganz alleine entscheidet, wo er seine Bomben abwerfen möchte, so ist das eben ein unberechenbarer Zufall.
Nun mag ja ein Stealth-Bomber für ein Radar unsichtbar sein, aber wenn er tief genug fliegt, ist er für Rebellen mit einer FLAK dann doch recht sicht und angreifbar. So angeschossen, trudelt eine dieser selbstständig denkenden, amerikanischen Wunderwaffen natürlich auch bis Nordkorea, um dort nach allen Regeln der Schwerkraft und ziemlich jenseits aller Eleganz in diesem, politisch brisantem Gebiet auch abzustürzen und eine andere Maschine diskutiert mit ihrem Piloten eine Ewigkeit über Sinn und Zweck ihrer Existenz und erinnert damit an die philosophierende Bombe aus John Carpenters „Dark Star“.
So ist der Film voller unfreiwilliger Komik, denn die Amis meinten das ja durchaus ernst. Ein Stealth-Bomber als allgegenwärtige, handliche und überall einsetzbare Allzweckwaffe, so etwas kann auch nur aus Hollywood kommen.
Näher auf eine Story einzugehen, wäre ziemlich sinnlos, denn dazu ist die einfach zu dünn. Allerdings reißen der satte Sound röhrender Flugzeuge in dts und selbst die Computergenerierten Bilder der Flieger einiges wieder raus und jagen meine persönliche Wertung für diesen neuen Werbefilm für die Air Force und die Bekämpfung aller bösen Buben aus der Luft dann doch noch auf satte 5/10, aber zu einem Kauf kann ich dann doch nicht raten.
Zumindest nicht dann, wenn sich der Preis noch über 10 Euro bewegt, denn mehr ist diese knallbunte Flugzeugorgie ganz einfach nicht wert.

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