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Stepford

Die fiktive amerikanische Kleinstadt Stepford ist im Kino seit dem ersten Film „Die Frauen von Stepford“ von 1975 ein Synonym für den amerikanischen (Alp)Traum.
Praktisch The American Way of Nightmare.
Eine Stadt mit lauter mittelmäßigen Männern, an deren Seite wunderschöne und perfekten Frauen leben, die im Bett Raketen sind und die zu allem Überfluss auch noch begeistert putzen, kochen und auch sonst ihren Männern jeden Wunsch von den Augen ablesen, aber nicht durch eigene Gedanken auffallen.
Nun sind diese schönen Frauen nicht etwa dumm, wie man meinen könnte, nein, es sind durch die Bank weg alles Roboter und die fallen ja ohnehin ja eher selten durch Ungehorsamkeit, Widerspruch und eigenes Denken auf.
Im ersten Film von 1975 war das mit den Robotern auch der große Effekt am Ende des Filmes und verlieh dem Ganzen dann etwas „Kind of Horror“, denn wer möchte schon einen Roboter zur Frau haben, der völlig unfähig für eigene Gedanken ist?
Im Jahr 2004, in der zweiten Amtszeit von George Wanker Bush befand Regisseur Frank Oz, das die Zeit entsprechend reif sei für ein Remake der „Frauen von Stepford“.
Nur im Gegensatz zum Film von 1975, in dem hauptsächlich relativ unbekannte amerikanische Seriendarsteller den Film bevölkerten, griff Regisseur Frank Oz tiefer in die Tasche und ließ die Elite der amerikanischen Schauspieler dafür einkaufen.
Da gibt es dann so berühmte Namen, wie Nicole Kidman, Matthew Broderick, Bette Midler, Glenn Close und Christopher Walken, die der fiktiven Stadt Stepford dann ziemlich gekonnt Leben einhauchen.
Den Faden liefern Nicole Kidman und Matthew Broderick, die als ziemlich erfolgreiche, aber stressgeplagte Fernsehproduzentin, die mit ihrem Mann und den Kindern aufs Land nach Conetticut in die Pendler-Vorstadt Stepford umziehen, um dem Stress zu entkommen.
Regisseur Frank Oz ist es ziemlich gut gelungen, die Vorstellung der amerikanischen heilen Welt in, teilweise sogar recht kitschige bunte Bilder umzusetzen. Geradezu umwerfend die Szene, in die solchen großartigen Frauen wie Bette Midler, Nicole Kidman und Glenn Close beglückt durch einen, ganz in Pink gehaltenen amerikanischen Supermarkt stöckeln und sich gegenseitig Rezepte und ähnlichen Blödsinn, den nur Hausfrauen kennen und brauchen, an den Kopf werfen.
Ein Zurück nach 1950, wo noch alle Frauen am Herd standen und die Kinder hüteten, aber in knallbunten Farben und einer gehörigen Portion Satire.
Das Ende des Remakes verläuft dann logischerweise anders, als im ersten Film, aber nicht weniger überraschend und unterhaltend.
So bekommt man auch mal Nicole Kidman, Matthew Broderick, Bette Midler, Christopher Walken und Glenn Close gemeinsam in einem recht unterhaltenden Film zu sehen und alleine dafür gebe ich schon mal 8/10 Punkte. Ich hatte zuerst die erste Fassung von 1975 für acht Euro auf dem Wühltisch des Media-Markts erworben und dann wurde ich neugierig auf die Fassung von 2004 und die Neugier hat sich gelohnt.