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Steven Kingdom Hospital

Wer jemals länger in einem Krankenhaus war, als ihm persönlich nötig erschien, der weiß, dass Krankenhäuser auch ohne Steven King schon die Hölle und der blanke Horror sind. wenn sich nun aber Steven King das Thema greift und nach einer Vorlage des dänischen Regisseurs Lars von Trier daraus dann eine Serie mit Minifilmen macht, das Kingdom Hospital, kann man sicher sein, dass ein solches Krankenhaus noch ein wenig schauderhafter wird, als es ohnehin schon ist. Da laufen dann verstorbene Kinder mit großen, hässlichen Fabelwesen, die Tod und Verderben bringen können, als Haustier herum und erschrecken Komatöse und andere Kranke. Bruce Davison, der Schurke für alle Fälle, gibt dort einen überdrehten Chefarzt Dr. Stegman und eine alte Frau wandelt zwischen den Welten als Seherin und unterhält sich gerne mal mit Toten. Der Rest des Personals, vom Pförtner bis zu den Krankenpflegern, ist entweder völlig durchgeknallt oder gleich schwachsinnig.
Der Chef des Kingdom, Dr. Jesse James (Ed Begley jr.) ist zudem noch Mitglied eines mysteriösen Geheimbunds der "Behüter" des Kingdom Hospital, das als solches auf den Toten einer niedergebrannten Munitionsfrabrikabrik aus dem Bürgerkrieg erbaut worden war, in der ein ungesühntes Verbrechen passiert ist.
Einzig ein Dr. Hook (Andrew Mc Carthy) und ein paar Krankenschwestern scheinen noch normal und operieren sogar Patienten. Gelegentlich wandelt auch schon mal ein Komapatient Hand in Hand mit einem toten Kind durch den Keller des Kingdom Hospital, ein anderer erledigt im Koma Mordaufträge und es Rollen auch schon Köpfe von Toten durch die Gänge, deren Körper sich natürlich auch selbstständig machen und wie in der Bibel, nur recht kopflos eben. Das Kingdom Hospital wird auch gelegentlich von Erdbeben heimgesucht, aber die nehmen alle dort ziemlich gelassen hin und es trägt zur Freude bei, weil dann Ratten und Kakerlaken das Kingdom überrennen, aber weniger zur Heilung.
Also alles in allem ein lauschiges Plätzchen, an dem sich Kranke nur wohlfühlen können und man als Zuschauer eigentlich nur begeistert sein kann. Gesehen habe ich das Kingdom Hospital zum ersten Mal auf Kabel 1.
Dort wurden die Filme allerdings von andauernder Werbung so zerpflückt, dass ich bei meinen Filmdealer Amazon vorbeischaute und mir diese Miniserie genauso liefern ließ, wie letztes Jahr die Sci Fi Miniserie Taken von Steven Spielberg, die, auch von Werbung zerfetzt, auf Pro7 lief.
Wenn im Kingdom Hospital während der Operation die Patienten aus der Narkose erwachen und zu reden beginnen, ist das Steven King und damit ziemlich unterhaltend. Für den recht günstigen Anschaffungspreis von 28 Euro für alle 13 Folgen des Kingdom Hospital und die damit zugesicherte Unterhaltung bekommt diese Miniserie eine Wertung von glatten 10/10 bei mir und eine Kaufempfehlung. Schon, um die nervige Werbung zu umgehen und wegen des hervorragenden Tons.
Zumal selbst ich ein abendliches Dinner und Sex in einer Leichenhalle selbst in einem Horrorfilm für ein wenig ungewöhnlich halte.

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