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Stoiber, der Lieferant der Stammtische

Eigentlich lief es gerade recht gut für Merkels Union. Ganz Deutschland will bei der Bundestagswahl irgendwie die SPD und Kanzler Schröder loswerden und absolut alles sprach für einen klaren Erdrutschsieg von Union und FDP. Nur da muss Darth Stoiber seinem Namen alle Ehre machen und ein wenig die Wähler beschimpfen. Stoiber glaubte, sich etwas über die neue Linkspartei und deren Wähler aus dem Osten auslassen zu müssen.
Zitat:
Edmund Stoiber

Dass in den neuen Ländern die größten politischen Versager, Gysi und Lafontaine, rund 35 Prozent der Wählerstimmen erzielen können, das ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich akzeptiere nicht, dass der Osten bestimmt, wer in Deutschland Kanzler wird. Die Frustrierten dürfen nicht über Deutschlands Zukunft bestimmen.

Wählerbeschimpfung als ein Bestandteil der Wahlstrategie, das ist nicht nur ziemlich neu, sondern mit Sicherheit auch ziemlich dämlich und das dürfte die Union im Osten nicht nur ein Prozent kosten. Denn spätestens jetzt werden auch die „Frustrierten“ im Osten wissen, mit welch feuchtfauligem Holz bei der Union geheizt wird. Oskar Lafontaine und Gregor Gysi können sich, von Stoiber beschimpft, artig für die Stimmen der bis heute noch unentschlossenen „frustrierten Wähler“ aus dem Osten bedanken, die der politische Volltrottel Stoiber in die offenen Arme der umstrittenen Linkspartei gejagt hat, die sie nun schon aus Trotz wählen werden.
Darth Stoiber ging ja noch etwas weiter und erklärte alle Deutschen, die jenseits des Weißwurstäquators, also außerhalb Bayerns leben, schlichtweg für ungebildeter, als seine Bayern und führte dafür den Pisatest als Beweis an. Auch ein Punkt, wo ausschließlich die anderen Parteien dankbar jubeln werden.
Stoiber hatte mit seinen diffamierenden Sprüchen zwar nur die Lufthoheit über den westdeutschen Stammtischen bekommen wollen, aber nun darf er sicher sein, dass er auch an den verbliebenen ostdeutschen Stammtischen ein Thema sein wird, wo man nun sitzen und sich Fragen wird, wie dumm ein Volk sein kann, das sich einen solchen Mann als ersten Vertreter seines Landes wählt.
Selbst Franz Josef selig dürfte ein wenig im Grab rotiert sein. Franz Josef Strauß hatte zwar auch ein Lästermaul, aber er war klug genug, zu wissen, wann er es halten musste und wann er zetern konnte. Genau deswegen hatte der kantige Strauß auch nie viel von diesem aalglatten Stoiber gehalten. Eigentlich hielt Strauß sich den Stoiber immer nur vom Leib und ganz Deutschland weiß nun auch warum.
Nun hat Stoiber nicht nur, bis jetzt unentschlossene ostdeutsche Wähler in die offenen Arme der der Linkspartei oder gar wieder zurück zur SPD und Grüne getrieben, sondern auch Angela Merkel der eventuellen Kanzlerin der Union einige Probleme beschert. Denn es wird für sie nicht unbedingt einfach sein, ganz Deutschland den neuen Spalter Sudelede als Bundesminister für was auch immer zu verkaufen. So sind die Begriffe Bärendienst und Eigentor noch die mildesten Umschreibungen für das, was Stoiber der Union und letzten Endes auch sich selbst mit dem Versuch, mit seinem großen Maul die Lufthoheit über die deutschen Stammtische zu erringen, angetan hat.
Ich zumindest finde es schön, wie sich Stoiber noch vor der Wahl die Maske des aufrechten Biedermanns heruntergerissen hat und der Welt zeigte, dass da nur die pure Bosheit hinter steckt.
So bin ich mir wenigstens jetzt noch sicherer, wen und was ich auf gar keinen Fall werden wähle. Ähnlich wie mir wird es noch einer ganzen Menge anderer dummer und „frustrierter“ Ostdeutschen gehen.
In diesem Sinne, danke für die erstklassige Entscheidungshilfe, Ede, Du musst wirklich keine Angst haben, ich werde die Union nicht wählen, denn so „frustriert“ bin ich nun auch wieder nicht!
http://cheopstexte.blog.de