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Stuntman Mike

Death Proof PosterKurt Russel in Death Proof

Endlich war der Tag, an dem sich die beste Freundin von allen und ich, zusammen mit einem gemeinsamen Bekannten nun „Death Proof“ den neuen Film von Tarantino sehen wollten, aber es scheint Gesetz, dass solcherlei Vorhaben nie richtig glatt gehen können, denn in unserem bequemen Stammkino lief er natürlich nicht mehr und so mussten wir umdisponieren in ein anderes Kino in der Gegend, wo der Film lief. Das war nun unglücklicherweise eine alte, umgebaute Brauerei, die sich sinnigerweise nun auch „Kulturbrauerei“ nannte, aber wie jede Brauerei nicht dazu ausgelegt, Filme vor Publikum wiederzugeben. Schon von Bauweise her war dieses Bauwerk dazu so geeignet, wie eine Besenkammer als Ballsaal taugt. Man macht ja auch kein Wohnzimmer aus einem Kohlekeller, wenn man nur etwas Tapete an die Wand pappt. Erfreulich war hingegen die ausgeprägte Gastronomie. Da ich für die Kinokarten gesorgt hatte, lud der Fahrer uns ein. So verschätzten wir uns beim essen völlig, was die Werbung anging und als wir in den Saal gingen, lief schon der Film und der, sonst eher schmale Plot war dafür optisch überwältigend:



Tarantino ist zurück!
Keine frustrierte Hausfrau, die wie in Kill Bill aus irgendeinem Stress mit dem Samuraischwert um sich hackt, sondern eine echt üble Kaschemme, mit echt üblen Gestalten wie in "From Dusk Till Dawn", wo ja Tarantino auch das Buch geschrieben hat. Nur kam diesmal kein cooler George Clooney ins Bild, sondern das faltige, vernarbte und endlos böse Gesicht des alt gewordenen Kurt Russel. Das Alter änderte nichts daran, dass es dämonisch und verschlagen aussah. Russel stellte sich den anwesenden Frauen als Stuntman Mike vor und nur Minuten später war nicht nur eine tot, sondern es flogen Körperteile durch die Gegend. Dazu noch eine Gruppe anderer Mädels, die im Auto unterwegs waren und denen Stuntman Mike auch ans Leder will und schon begann dann eine aberwitzige Jagd, bei der es nicht nur zu Kratzern kam.


Auch Tarantino selbst hatte sich wieder eine Rolle gegönnt und thronte als eine Art Zuhälter zwischen ein paar sehr schrägen Damen. Ein paar andere eigenwillige und seltsame Exemplare dieser Gattung Mensch waren ihrerseits mit einem großen amerikanischem Auto auf dem Highway unterwegs und erregten das Interesse von Stuntman Mike als in Frage kommende Opfer. So begann die oben erwähnte zwei Stunden Jagd mit sehr vielen Blechschäden und flotten Sprüchen weit jenseits aller Political Correctness, der noch mit überraschenden Wendungen aufwartet. Kein Kino für das zarte Gemüt, aber dafür ein echter Tarantino und der erste Teil eines Double-Features mit Robert Rodriguez, dessen Film „Planet Terror“ im cineastischen dritte Welt Land Deutschland mal wieder später startet. Auf jeden Fall von mir schon mal 10/10 auf der persönlichen Wertung. Ein bescheidenes Kino mit einem sehr guten Film, der mich auf sehr schräge Art zu unterhalten wusste.



Wer dazu eine Meinung hat und die unbedingt auch loswerden will, der klickt bitte Hier!