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Tage wie dieser

Es gibt Tage wie vorgestern, Dienstag, den 13. Dezember 2005, da bereut man gleich nach dem Wachwerden erst einmal heftig, die Augen überhaupt aufgemacht zu haben. Da flattert dann eine Rechnung des Stromlieferanten Vattenfall, The Artist Formerly Known as BEWAG, also des Stromkonzerns Vattenfall, ins Haus, der die BEWAG und die eigene Rechnung übernommen hat. Nur was einem dann ganz harmlos als Rechnung und „Noch eine kleine Nachzahlung im Dezember“ angekündigt worden war, erwies sich bei näherem Studium der Zahlen auf dem Wisch fast als eine 13. Monatsmiete, weil diese Voltaischen Raubritter den Preis für eine Kilowattstunde um satte vier Cent ziemlich heimlich, aber unheimlich erhöht hat.
Gleichzeitig habe ich zu meiner grenzenlosen Freude natürlich noch 1000 Kilowattstunden mehr als im letzten Jahr verbraucht, ohne einen großen Stromfresser mehr angeschafft zu haben. Zwei Computer, zwei Fernseher und drei Kühlschränke und einen Tiefkühlschrank, also alles wie 2004, aber dennoch wollten diese Strombanditen satte 300 Euro mehr.
Mit einer reichlichen Nachzahlung hatte ich ja gerechnet, aber mit einer solchen Summe dann sicher doch nicht. es ist so, as würden die Benzinpreise genau dann um einige Cent steigen, wenn ich mit einem Benzinschlucker auf der Autobahn unterwegs bin.
Ich hatte sogar meine Stromfressende Herzlungenmaschine, die ich im Sommer zur Nacht noch brauchte, gewinnbringend an die nächste Suppenküche verschenkt, da ich jetzt durch billige Kiemen aus Hongkong atme, wenn ich im Sommer zu sehr schwitze, aber viel gebracht hat das auch nicht.
Einige Standby-Geräte, ein Kühl und ein Gefrierschrank mussten also noch dran glauben. Auch das Fax war ja nur für den Beruf mal wichtig und ohnehin seit zwei Jahren halb im Eimer. Der Tag, der so finster begann, konnte also nur besser werden und das wurde er dann auch, denn ich hatte einen Termin bei meinem promoviertem Dealer Dr. Kabus, der ganz genau in Berlin Westend praktizierte, was nichts anderes bedeutet, als das letzte Ende von Westberlin. Der Doc erklärte mir nach einer ebenso unüblichen, wie ausgiebigen Untersuchung, was mit meinem ganz persönlichen Gift Botulinumtoxin, vulgo Botox, so schiefgelaufen war, weil es so wenig bei mir anschlug.
Wie der Hinkefuß Kaiser Claudius von Rom (41 bis 54 nach Christus) habe ich durch die stetige und tägliche Einnahme irgendwelcher chemischer Präparate in den letzten 30 Jahren wohl irgendwie eine gewisse Immunität gegen alles Neue entwickelt.
Schlechte Nachrichten für meine Krankenkasse, denn die Dosis musste einfach nur erhöht und die Injektionen noch gezielter gesetzt werden, aber es ging ja noch immer um die Bekämpfung der Folgen einer Krankheit und nicht um die optische Glättung der Aktentasche auf meinem Hals.
Dann kamen wir zum zweiten Punkt meines Besuches, der angedrohten Psychopharmaka, die meine Stimmung etwas aufhellen sollen. Doktor Kabus hat auch da eine, für einen Arzt, unwahrscheinlich große Menge Zeit investiert und hat ein Mittel rausgesucht, das frei von allen Nebenwirkungen sein sollte. Ob dem so ist, wird sich in den nächsten Wochen zeigen, wenn ich mich dieser Psychodroge unterworfen habe. Ich werde ja merken, ob ich weiter mies drauf bin oder mich unter dem Einfluss dieser Droge zum puren Spaßjunkie entwickeln werde. Wobei mir der Spaß natürlich lieber wäre. Zumindest ging der Tag gestern sehr viel besser aus, als er begonnen hatte und diese Tage sind schon selten.