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Talk Talk Talk

Eine recht unwichtige Analyse

Talk Talk Talk ist eine recht putzige Sendung auf Pro7, bei der man in gut aufbereiteten Häppchen das zu sehen bekommt, was man im Fernsehen zum Glück als ganze Sendung versäumt hat zu sehen.
Es handelt sich um einige Tiefpunkte der menschlichen Kommunikation, um Ausschnitte aus deutschen und amerikanischen Talkshows.
Gerade die Ausschnitte der amerikanischen Talkshows sind irgendwo recht amüsant, aber zeigen auch, was dem deutschen Zuschauer dann letzten Endes doch erspart wurde, als man in den letzten Jahren das Talkgewerbe im deutschen Fernsehen auf ein Minimum beschränkte.
Das musste sein, weil sich die meisten Gäste dieser Shows eher wie die Entsprungenen von geschlossenen Anstalten benahmen, denn als Menschen, mit denen man sich unterhalten möchte.
Meist verfügen die eingeladenen Akteure, meist mit dem IQ einer Sportsocke, ohnehin nur über einen sehr begrenzten Wortschatz, der aber immer dazu ausreicht, Flüche, Verwünschungen und Beleidigungen in derbster Gossensprache von sich zu geben.
Vulgärer Fäkaltalk also, den man nur recht schwer mit dem Begriff Unterhaltung in Verbindung bringen kann. War eine Talkshow in den siebziger Jahren noch eine gesellige Runde von Prominenten, die bei einem Glas Rotwein über Gott und die Welt plauderten, so war die tägliche Talkshow in den achtziger und neunziger Jahren meist nur noch eine Veranstaltung, in der kantige Hausfrauen von der Sorte missbrauchtes Flusspferd in die Fernsehstudios der privaten Sender gerannt sind, um dort wahlweise ihre Nachbarn vor laufender Kamera ankotzen oder sich über den schlechten Sex des mitgeschleppten Partners zu beschweren und ihn und seine sexuellen Unfähigkeiten akribisch und bis ins letzte, nicht unbedingt schmackhafte, Detail vor laufender Kamera seine mangelhafte Sexualität zu belegen und dem Zuschauer ja auch keine Peinlichkeit zu ersparen.
Diese Peinlichkeiten wurden von den Redakteuren von Talk Talk Talk nun gesammelt, gesichtet und dann schließlich von der nett gebauten Augenweide Sonya Kraus in der gleichnamigen Sendung auf Pro7 zweimal die Woche quasi komprimiert angeboten wird. Die größten Hirnausfälle und verbalen Entgleisungen kommen im Übrigen aus amerikanischen Talkshows und haben daher auch ihre eigne Rubrik. George W. Bush hat da wohl so seine Standards gesetzt, denn in der Jerry Springer Show z.B. geht es zu, als würden sich die Taliban mit den US-Marines mit geladenen und entsicherten Waffen über ihre Nähe zum jeweiligen Gott unterhalten wollen.
Nichts geht mehr ohne Bodyguards und würden die nicht körperlich eingreifen, gäbe es bald den ersten Talktoten auf dieser Welt. Denn nichts ist gefährlicher, als ungebremste menschliche Emotionen und genau darauf hat der Moderator Jerry Springer seine ganze Sendung konzipiert.
Aus der Ferne und als halbwegs zivilisierter Europäer kann man eigentlich nur schadenfroh lachen, wenn man sieht, was für gestörte Gestalten sich im amerikanischen Fernsehen so an die Gurgel gehen dürfen und froh darüber sein, dass so etwas dem deutschen Fernsehen erspart geblieben ist. Man kann eben nicht alles einfach ungeprüft wie Coca Cola und McDonalds aus Amerika übernehmen mit der Begründung, es sei gut, nur weil es aus Amerika ist.
Wenn man das nämlich weiter so macht, könnte uns im schlimmsten Fall dann noch so etwas wie ein Bush passieren und von Frau Merkel und ihren Hofschranzen und Wasserträgern mal abgesehen, kann ich mir keinen Deutschen bei Verstand vorstellen, der das wirklich will. Talk Talk Talk sollte uns wenigstens das als Lehre lassen und in dem Fall wäre Fernsehen dann auch mal von Wert!

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