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Testosteron, Blut und Ehre

300 CoverLeoniadas und Xerxes

Es gibt einfach Filme, bei denen man besser beraten ist, die Freundin nicht ins Kino zu schleppen und “300“ von Zack Snyder, 2007 ist ein solcher Film. Es ist ein Film, in der es um eine antike Schlacht geht und wie bei antiken Schlachten seltsamerweise üblich, eine recht blutige Angelegenheit, den habe ich nun auf DVD. Es geht genauer um die erste Schlacht bei den Thermopylen und das ist nichts für zarte Gemüter und da beziehe ich meine Freundin mal mit ein, obwohl sie schon ziemlich erwachsen ist und was ab kann. Ein Film über eine bestimmte Schlacht also und der Plot ist entsprechend simpel erzählt:



In grauer Vorzeit, also relativ genau im Jahr 480 v. Chr. befand der persische König Xerxes, im Film ein eher widerlicher, mit schmuck und Ketten behangener Kahlkopf, sein Volk sei eines ohne Raum und sandte Boten zu den antiken Völkern Vorderasiens, namentlich nach Griechenland und Sparta, damit sie sich ihm unterwerfen mögen. Nur Leonidas, der König der Spartaner hatte da so seine Vorbehalte und brachte den persischen Boten kurzerhand um. Xerxes reagierte wenig beglückt und zog mit einer Million arbeitsloser Perser, die gerade nichts anderes vorhatten, gegen Sparta in den Krieg.


Der Text und die Dialoge des Films beschränken sich auf viel Gerede oder besser, Geschrei über Ehre, Ruhm und Freiheit. Was auch sonst, denn politisch korrektes Neusprech findet man im antiken Griechenland, wo ja auch Sparta war, genauso häufig wie Computer, Internet oder Telefon. Wer da geschliffene, gereimte und damit künstlerisch wertvolle Dialoge wie bei Shakespeare erwartet hat, ist in dem Film schlicht falsch. Ruhm, Ehre, Liebe und Verrat waren alles, worum es sich drehte. Würde man bei Shakespeare die Versform weglassen und seine Stücke in Prosa hören, würde ein ähnliches Zeug bei rauskommen. So schlagen sich die Spartiaken, wie man die kämpfende Truppe der Spartaner nannte und die eindringenden Perser nach allen Regeln der Filmkunst die Köpfe ein und diverse Körperteile ab, aber das gehörte nun einmal zum Small Talk in der Geschichte der Antike, wo eigentlich jeder jedem an die Gurgel und ans Leben ging. Die Bronx von heute ist gegen die europäische Antike ein bewachter Kinderspielplatz. Im Angesicht der Masse rollender Köpfe und aufgespießter und geschlitzter Soldaten Frage ich mich höchstens, wie die FSK 16 für diesen Film zustande kommen, aber das soll nicht mein Problem sein, denn wenn das die Kids anspricht, geht das in Ordnung. Man könnte jetzt natürlich alles Mögliche in diesen Film hineindichten, was den bösen König aus Persien, dem heutigen Iran und die Macher aus den USA angeht, aber das blende ich für meinen Teil einfach aus und sehe nur eine gut gemachte Comicverfilmung, die gar nicht beansprucht, mehr zu sein, als nur das. Zack Snyder und Frank Miller haben fast 120 Minuten gutes Popcornkino abgeliefert, was zu Sehen Freude gemacht hat und bei mir mit 9/10 auf der persönlichen Wertung bei ist.

Trailer:



Erklärung der Hintergründe zum Film:



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