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The Fog – Nebel des Grauens

Obwohl es so klingt, hat der Text weder etwas mit Frau Merkel, noch mit Frau Osthoff zu tun, sondern es ist die Bewertung eines Films. Eines der vielen Remakes, die derzeit die deutschen Kinos heimsuchen, ist das Remake von John Carpenters „The Fog – Nebel des Grauens“ von 1979. eigentlich wurde nur die Story leicht verändert, was aber den Film nicht verbesserte.
Ging es 1979 noch um die Habgier der Leute von Antonio Bay, die ein Schiff absichtlich stranden ließen, um an die Ladung, Gold, zu kommen, sind es nun, 2005, um ein Schiff mit Leprakranken, das man 100 Jahre zuvor auf Grund laufen ließ und wo nun die Ersoffenen so richtig fies Rache dafür nehmen wollen.
Was Rupert Wainwrigh 2005 an Geld für Special Effects mehr ausgab, hat er an den Schauspielern recht unnötig gespart. Da, wo es 1979 zumindest noch Jamie Lee Curtis, die Standardbeilage eines jeden durchschnittlichen Horrorfilms zu sehen war, versucht sich nun der pubertierende Superman aus „Smallville“ Tom Welling, recht erfolglos in der Hauptrolle. Dem Film zumindest dient das nicht.
Die bekannte und nur leicht modernisierte Geschichte hangelt sich von einer Länge zur nächsten. Hin und wieder gibt es einen effektvoll gemeuchelten Toten, aber ansonsten plätschert die dürre und ja in großen Teilen längst bekannte Handlung seicht, ohne Witz und Tiefe und eigentlich sogar völlig ohne Horror vor sich hin.
Man merkt nicht nur, dass Regisseur Rupert Wainwrigh sich mit dem Film völlig übernommen hat. So lieb und einfallslos, wie dieses Remake gemacht wurde, hätte er genauso gut den alten Film einfach abfilmen, mit dem Computer ein paar neue Gesichter einfügen und das dann als neu anbieten können.
Bei solchen Filmen taucht eigentlich immer die gleiche Frage auf, die Frage nach dem „Warum?“. Warum macht ein Regisseur solche Remakes, die eigentlich noch schlechter sind als das Originale sind? Das Bedürfnis, neue und eigene Ideen im Remake umzusetzen kann es nicht sein, wenn dann im Film keine nennenswert neuen Ideen zu sehen sind. War John Carpenters "Nebel des Grauens" von 1979 noch ein halbwegs akzeptabler, weil durch und durch konventioneller Horrorfilm, hat man es bei dem Remake mit einem überaus dämlichen, absolut spannungsfreiem Machwerk zu tun, das auch noch schlecht inszeniert wurde.
Das nächste „Warum?“ ergibt sich aus dem Film selbst: Warum soll auch nur ein Mensch mit Verstand sich ins Kino bemühen und teuer Geld für Karten bezahlen, wenn er in der Filmvorschau ja nachlesen kann, dass die Unterschiede zum Original von John Carpenter eigentlich nur marginal und die angeheuerten Darsteller noch unbekannter sind, als die von 1979? Nun gut, es finden sich tatsächlich einige Zuschauer, die sich vor nichts zu fürchten scheinen und denen ich die, nennen wir sie mal Informationsdatei aus dem Internet verdanke, auf der ich mir das Machwerk ohne größeren Aufwand und relativ billig habe ansehen und bewerten können.
Für ein solches Machwerk ist sogar mein Masochismus nicht ausgeprägt genug, dass ich mich dafür extra noch ins Kino schleppe und am Ende noch Geld dafür bezahle. So ist meine persönliche Wertung für diesen Film auch dementsprechend im Keller und geht über die 3/10 nicht hinaus und die drei gibt es auch nur für den, sicher recht guten Sound beim originalen Film im Kino oder auch auf DVD, denn selbst die spärlichen Special Effects kommen über das Prädikat „nett“ nicht hinaus. Ansonsten ist von dem Film eigentlich nur abzuraten.



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