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The Last Samurai

Es ist ein Film der asiatischen, also der sehr epischen und sehr langen Bilder, ein Drama, das sich erstmal nur um die alptraumhaften Probleme des Bürgerkriegscaptains Nathan Algren, diesmal sehr gut gespielt von Tom Cruise, dreht und der sich dann auf komplizierten Wegen plötzlich bei japanischen Rebellen wieder findet, dort von seiner Eroberermentalität geläutert und von seinen Alpträumen befreit wird, die ihn sein blutiger Job als Captain der Army in Bürger und Indianerkriegen eingebracht haben. Algren freundet sich natürlich mit den japanischen Rebellen an und lernt nichtnur ihre Sprache.
Der Film schwafelt soviel von "Ehre", das ich jetzt weiß, warum das bei den Klingonen in StarTrek so ein Riesenthema ist. Die sind da ja auch zuerst nur Feinde der Menschen, sprich Amerikaner. Zurück zum Samurai. Algren macht natürlich die Sache der Rebellen zu der Seinen und verliebt sich, natürlich völlig unerwartetet in eine japanische Prinzessin, in die Tochter des Samurai, der ihn erst gefangen hält und dann ausbildet und von seiner gerechten Sache überzeugt. Als dann beide Seite an Seite gegen die reguläre Armee, die unter der Leitung amerikanischer Ausbilder(!) kämpft, antreten, wusste ich, woher mein Deja Vue kam, das ich hatte. Das Ganze war die auf asiatisch umgeschriebene Version von „Der mit dem Wolf tanzt“ und ähnlicher Werke. Die anschließenden Schlachten waren eindrucksvoll, blutig und imposant, aber das hatte ich alles schon in Die Rückkehr des Königs aus der "Herr der Ringe" Trilogie sehr viel besser und schöner gesehen und der bekam ja seine 11 Oscars auch nicht umsonst. Eine Orgschlacht auf Japanisch war dann nicht so der Bringer. Die eingebaute Schmonzette machte das Ganze dann auch nicht unterhaltender. Jedenfalls nicht für mich und meinen, ansonsten sehr Kunstliebhabenden Freund und Begleiter.
Auch er, dem sechs Stunden "Herr der Ringe" am Stück nichts ausmachten, rutschte diesmal merklich im Sessel herum und wartete auf das Ende. Für mich auch ein Beleg dafür, das ich im falschen Film war, denn ansonsten er ist eigentlich für jeden Kunstkitsch zu haben, den ich nur langweilig finde. Umsonst war der Kinobesuch aber nicht, denn in der Filmvorschau unseres Kinos sahen wir so interessante Werke, wie „Gothika und sogar Draculas ewigen Widersacher, Professor „van Helsing“ und mit diesen Horrormärchen bekomme ich ihn dann vielleicht zum ersten Mal in einen Film dieses Genres und er würde mir zuliebe sogar das Ende abwarten, was ihn große Überwindung kosten wird, aber langweilige Filme, deren Thema eher alt ist und die Klischeebeladen sind, werden wir uns nicht mehr antun, denn alles, was Last Samurai als Aussage hatte, das wussten wir spätestens schon seit den Achtzigern, wo im Fernsehen schon mehrmals „Shogun“ mit einem sehr überzeugend spielendem Richard Chamberlain zu sehen war. Tom Cruise rannte bei uns also offene Türen ein und obwohl er das auch sehr gut machte, rettete das nicht diesen Film.