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Trauerarbeit

die-liebe-in-mir-9

Für meinen skeptischen Freund Fargo


Es ist dieses Jahr nun über 11 Jahre her, als am 11. September 2001 zwei Flugzeuge in das WTC krachten und für fast 3000 Tote sorgten. Da bis heute noch immer Fragen offen sind, ist die Schuldfrage eigentlich auch ungeklärt, obwohl es eine Menge Filme gab, die versucht hat, genau die festzuklopfen. Eine große Ausnahme ist da "(Reign Over Me) - Die Liebe in mir" mit Adam Sandler und Don Cheadle in den Hauptrollen. Regisseur Mike Binder von 2006 hat sich nicht mit der Schuldfrage des 11. September befasst, wie es viele seiner Kollegen allzu gerne und allzu oberflächlich gemacht haben, sondern mit den Opfern, in dem Fall den Hinterbliebenen.
Wo andere Regisseure, wie Paul Greengrass, der 2006 mit "Flug 93" brav die offizielle Linie vertreten und über heroische Passagiere berichten hat und erst 2010 mit "Green Zone" etwas Kritik den Lügen des Krieges im Irak wagte, hat sich Binder auf die Trauer der Hinterbliebenen konzentriert.
Das wirklich Verblüffende an diesem Film ist Adam Sandler, der nach vielen, recht lächerlichen Rollen nun auch zeigt, dass er ein echter Schauspieler sein kann. Ohne viel Verkleidung sieht er aus wie der junge Bob Dylan und steht vor Trauer ziemlich neben sich und flüchtet vor seinen Schwiegereltern, die ihn vereinnahmen wollen und sogar vor ein Gericht zerren. Da kommt mit Donald Sutherland ein anderer großartiger Schauspieler ins Spiel, der mit sparsamen Worten und großartiger Mimik zeigt, warum er der Schauspieler in der Familie ist und nicht sein Sohn Kiefer Sutherland, der Schläger mit Text.
Der Film selbst hat eine erfrischende Distanz zum 11. September selbst und daher ist er trotz einiger rührseliger Momente auch keinen Moment langweilig. Leider war der Abschied von Sandlers flachen Rollen, wie Waterboy nicht endgültig und schon bei seinem nächsten Film war er gewohnt unterirdisch.
In "(Reign Over Me) - Die Liebe in mir" gibt Sandler sehr überzeugend eine andere Figur, die eben nicht nur lächerlich ist.
Ein überzeugendes Drama, das Jahre später sogar auf DVD überzeugen kann und sich bei mir 8/10 auf meiner persönlichen Wertung und eine Kaufempfehlung verdient hat, denn gerade bei dem sensiblen Thema kam zu viel Mist aus Amerika. So richtig über war Sandler 2011 in der völlig misslungenen Komödie Jack und Jill, mit dem er nach 32 Jahren in jeder Kategorie eine Goldene Himbeere fing.



Wer dazu eine Meinung hat, der bemühe den Link hier