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Traumwelten



Christopher Nolan ist derzeit wohl der König Midas von Hollywood, denn alles was er anfaßt, wird zu Gold. Er hat mit Batman The Dark Knight wohl Blut geleckt, was Action angeht und hat nun mit Inception für Action gleich neue Maßstäbe gesetzt.
Der Plot klingt eigentlich recht simpel, aber Nolan macht wesentlich mehr daraus. Sein Held Dominic Cobb, sogar ein Leonardo DiCaprio in einer Glanzrolle, soll eigentlich nur in die Träume fremde Gedanken implantieren, um diese Menschen gefügig zu machen. Bei Nolan sind diese Träume aber irrwitzige Reisen, in der physikalische Gesetze nicht nur keine Rolle mehr spielen, sondern von Nolan wie auf einer Klaviatur bedient werden und in denen selbst Zeit und Tod sind keine berechenbaren Faktoren, sondern eher veränderbare Randerscheinungen.
Der Zuschauer wird nicht nur an die Grenzen jeder Realität geführt, sonder die wird locker übersprungen und er landet in vielen fremden Träumen. Nur sind die Träume in Inception nicht einfach nur Träume, wie sie jeder normale Mensch hat, sondern es sind Schlachtfelder in denen soviel geschossen und in die Luft gejagt wird, dass Belfast und Beirut in ihren wildesten Zeiten wie etwas lautere Kindergeburtstage anmuten.
Einen relativ roten faden gibt es übrigens auch und in dem versucht Cobb dem Industriellensohn Fischer, ein beeindruckend böser Cillian Murphy, die Geheimnisse seines Vaters im Traum abzujagen. Dazu sucht er sich eine Truppe zusammen, die ihm diese Art Traum erst möglich macht und ihn mehr oder weniger begleitet. So richtig blickt der Zuschauer dabei nicht durch, weil die Handlung zur selben Zeit auf bis zu drei Orte verteilt ist und so zusätzlich für Spannung gesorgt ist.
Bei so einem rasanten Wechsel zwischen Traum und Realität passieren noch einige unerwartete Dinge und die 150 Minuten Film werden nie langweilig. Es gibt nur einige Längen bei der unvermeidlichen Liebesgeschichte des Dominic Cobb, aber ein wenig Herz muss in Hollywood wohl sein und die Längen sind auch schnell genug vorbei. Die Besetzung ist ganz schlicht großartig, denn neben Leonardo DiCaprio sind Nolans Favoriten Sir Michel Caine, Ken Watanabe, Cillian Murphy aus Batman Begins, Tom Berenger und eine erfrischend aufspielende Ellen Page, die sich nach ihrer Schwangerschaft in JUNO recht gut erholt hat, dabei.
Nach meinem Dafürhalten und wenn die Academy 2011 besser drauf ist als die 2010, sollte diesmal für Christopher Nolan mindestens ein Oscar drin sein. Nach Batman Begins und The Dark Knight ist Inception nun der dritte Film von Nolan, der auf meiner persönlichen Wertung locker auf 10/10 kommt. Ohne Übertreibung hat Nolan einen Film der optischen Superlative abgeliefert, der einem zuhause Krieg mit den Nachbarn beschert, wenn man ihn wie im Kino sieht und vor allem hört. Ein Film, der es schafft, den Zuschauer wirklich aus der Realität in eine eigene Welt zu holen und von solchen Filmen gibt es zu wenige.
Wenn DVD bzw. Blu ray nur halb so gut in Bild und Ton wie im Kino sind, gibt es von mir auch noch eine Kaufempfehlung, denn der Film ist ganz großes Kino im positivsten Sinn dieses Wortes. Ich werde wohl doch den Krieg mit den Nachbarn riskieren und mir die Blu ray holen, denn bei dem Film lohnt das.





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