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Ufo Beschwörung

Uri GellerEmtern oder kenternNina Hagen



Als ob es nach dem Worten von Marcel Reich Ranitziki noch einer extra Bestätigung bedurft hätte, wie beschissen das deutsche Fernsehen ist, hat Pro7 mit „Uri Gellers Ufo Jagd“ nun den endgültigen Beleg dafür erbracht. Ein Löffelverbieger mit Draht zu Außerirdischen, den jeder Stamm in Afrika, der etwas auf sich hält, mit Steinen und Knüppeln als falscher Schamane aus dem Kraal getrieben hätte, eine ehemalige Sängerin, die schon vor Jahren selbst zum hässlichen Alien vom Planeten Dummbatz mutiert ist und ein Pseudowissenschaftler wie Erich von Däniken, der seit Jahren von keinem anständigen Sender eingeladen wurde, sie alle bekamen nun von Pro7 ein Forum zur besten Sendezeit und durften sich vor einem Millionenpublikum erbrechen.
Gerade Nina Hagen, die ja schon seit Jahren in einer Art Flatrateverbindung mit der Vergangenheit, der Zukunft und allen möglichen Aliens steht, hätte wissen müssen, wie sehr sie sich eigentlich zur Affenfrau macht und das ihrem Sender sagen können, für den sie sonst zickige Mädchen zu unnötigen Girlgroups zusammenfaltet.
Für mich war Uri Geller schon seit 30 Jahren Geschichte und das hätte er auch bleiben sollen.
Es gibt auch so genug Zombies im deutschen Fernsehen, ob nun im Mutantenstadl der Öffentlich/Rechtlichen oder die grenzdebilen Programmdirektoren der Privaten, die den ganzen Tag abgefilmten Alltag senden lassen und nachts spannende Worte über teure Telefonnummern verkaufen.
Das Privatfernsehen hat es zumindest geschafft, so schlecht zu werden, wie vor seiner Einführung in Deutschland vor 25 Jahren befürchtet wurde. Nur sind die Öffentlich/Rechtlichen inzwischen auch nicht besser.
Wo die Privaten mit grenzdebilen Gameshows a la „Schiffe versenken“, „Mensch ärgere dich nicht“, „Peng! Die Westernshow", „Holldriöh! Die Alpenshow“, The Next UriGella“, „Jetzt wird eingeseift!“,“ Entern oder Kentern mit Sonja Zietlow, der Fernsehdomina von RTL“, die schon bei „der Schwächste fliegt“ die Peitsche schwang, oder der neuste Angriff aufs Hirn, „Schlotter! Die Gruselshow“ und ähnlichem, mentalen Mist vorlegen, die auf den untersten Rand der Bildung zielen und treffen, sind die Öffentlich/Rechtlichen mit ihrem „Wetten dass“ auch nicht viel besser. Wenn ein Herr A aus Z es schafft, in fünf Minuten 20 Goldfische mit dem Mund zu stapeln, ist er da ein gern gesehener Kandidat.
In der Saalwette muss Moderator Gottschalk 14 Tage auf den Golan-Höhen zelten und bei den Kriegsparteien dort für die Post und Haribo zu werben, wenn er es für eine spektakuläre Außenwette nicht in 90 Minuten schafft, 10 einbeinige Fallschirmspringer zu finden, die nackt über Berlin abspringen und sich ihre Meinung zur aktuellen Politik aus dem Darm zu drücken, wenn sie auf dem Kanzleramt landen.
Bei den Privaten blieb noch „Big Brother“ haften, wo sich Idioten für Aussicht auf einen Geldgewinn einsperren und Filmen lassen und wo solche Experten, wie ein Daniel Küblböck zetern dürfen, das aber in der achten Staffel (!) zum Glück nur ein Schattendasein führt.
Dann haben RTL und Pro7 längst vergessene oder vor sich hin darbende Promis der C bis F Kategorie wieder belebt und sie in zweifelhafte Reality-Shows, wie das Dschungelcamp unter dem Namen „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, „Die Alm – Promischweiß und Edelweiß“, „Die Burg – Prominent im Kettenhemd“, wo sich die Promis auch schon mal gegenseitig ins Badewasser schifften und sich herzhaft beschimpfen, wie man bei „Kalkofes Mattscheibe“ wunderbar sehen kann, ohne den Mist selbst verfolgen zu müssen.
Da kann man auch die sinnlosesten und lächerlichsten Einlagen aus den vergangen und aktuellen Talkshows und peinliche Auftritte der Musikantenstadl lassen die Mensch froh sein, dass es sowas wie Videorecorder und DVD-Player gibt, mit denen man das miese Fernsehprogramm technisch umgehen und austricksen kann.
Man hat insgesamt den Eindruck, der durchaus witzige Moderator Hugo Egon Balder hat bei Sat1 auch seine schlechtesten Ideen zu Geld machen können und Sat1 füllt damit die sehr leeren Pausen zwischen den Werbeblöcken.
Nur die Show „Ich bin ein C bis F Promi in der Wüste und bleibe da!“ hat noch keiner gefunden, aber die (Sende) Zeit ist ja noch lang und man darf hoffen.
Pro7 dürfte bei den Quoten erstmal geheilt von Uri Geller sein, auch wenn der nicht von Aliens entführt wurde, wodurch allein schon damit, wie überlegen die Intelligenz der zuständigen Außerirdischen ist.
Über den Shows der Privaten schwebt ohnehin das Damoklesschwert der schwachen Quoten, aber ich fürchte, dadurch werden sie auch nicht besser.


Wer dazu eine Meinung hat und die unbedingt auch loswerden will, der klickt bitte Hier!