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Und wieder ein Board verschlissen

Diesmal war es aber nicht Irgendeines, sondern Nensch, die makabre Zufluchtsstätte von ziemlich erwachsenen Versagern im Leben, anders kann ich gesunde, erwachsene Menschen, die ihr Leben hauptsächlich im Internet verplempern, nicht nennen. Auf den ersten Blick wirkte dieses Board recht seriös, da es dort um selbst verfasste Texte ging und davon hatte ich ja nun reichlich und außerdem fand ich den Link dahin beim moralisch und auch sonst über jeden Zweifel erhabenen Felix. Der Link bei Felix war bald weg und ich sollte auch erfahren, warum. Auf Nensch gab es Texte, die ihren Ursprung ganz offensichtlich im Mittelalter hatten. Mir ist es schleierhaft, wie ich eine Jugend vom Wert eines erfüllten und erlebten realen Lebes überzeugen soll, wenn es jetzt schon eine Generation Erwachsener gibt, die sich freiwillig kastrieren und ihr Leben nur virtuell im zu Griff haben scheinen!
Aber nein, deren Verfasserin war eine, offensichtlich ziemlich unterbeschäftigte deutsche Hausfrau aus diesem Jahrtausend. Nur angekommen ist sie da nie und faselte munter drauflos von ihrer Religion, den „Schamanen“. Mit Religion trifft man ja genau meinen Nerv, zumal solche und ich fragte nach Menschenopfern und spottete drauflos. Nun ist aber Spott bei gläubigen Fundamentalisten und ihren Fans in etwa genauso wirkungsvoll, wie ein Tempo zur Verhütung der Vogelgrippe, aber ich hab meinen Standpunkt geklärt. Ich geriet in die Defensive, weil sie auch ihre Fans auf den Plan rief. Vorneweg einen Vitafreien Internetbewohner, der irgendwo beim Österreichischen Linz in einem Erdloch haust und auf einer besseren HP für eine Art Zeitung, ein ländliches Käseblatt, den Herausgeber mimt und eigentlich nur den Komiker und Schwejkerfinder Jaroslav Hasek kopiert. Das kommt an beim anspruchslosen Nensch und dem hab ich nur Selbstgeschriebenes mit meinem Humor entgegenzusetzen.
Diese Schamanenfrau ist mir schon daher suspekt, weil in ihren Texten ihr latenter Antisemitismus zu spüren ist und der Linzer dürfte mich nach Herzenslust beschimpfen und sowas bin ich nur bei gewissen Jugendlichen gewohnt. Mit meinen bitterbösen Satiren über den „Beruf der Hausfrau“ oder Schule schwänzende, nein, streikende Studenten traf ich immer wieder einen wunden Punkt von Nensch oder blind ins Schwarze, denn alles regte sich auf. Selbst das achso gebildete Nensch hält Hausfrau tatsächlich für einen Beruf und das Fernbleiben von Bildungseinrichtungen nicht etwa für Schwänzen, sondern für eine Art Arbeitskampf, nur eben ohne Arbeit. Immer mehr gelangweilte Hausfrauen entdeckten das Internet und Nensch als ihren neuen Wirkungskreis und verstopfen Nensch mit dem, was sie unter Poesie, Prosa und Gedichten verstehen und machen es damit unsagbar langweilig.
Eine dieser Hausfrauen versucht sich jetzt auf mittlerweile drei Seiten in einer Anekdote über einen eingedeutschten Friseurstuhl und kommt nicht zu Potte. Jede Anekdote ist per Definition kurz, griffig und hat eine schlagende Pointe, aber diese Frau arbeitet an Teil Vier dieses Werkes, wobei so ein Stuhl schon an sich schon so lustig ist, wie das Thema Schwangerschaftsabbruch auf einer Bischofskonferenz im Vatikan. In dieser ohnehin düsteren Lesezeit wird mir von den Machern des Boards dann noch das zynische kommentieren mittels eines sorgfältig verschwiegenen technischen Tricks unmöglich gemacht. Nun, ich habe bald wieder Besseres vor, als mich mit reinen Internetwesen herumzuärgern. Mein junger Freund Simon hatte Nensch auf den Punkt gebracht, als er dort mal las und zu mir sagte, das Nensch nur ein Haufen verkannter Dauerstudenten sei. Ich für meinen Teil bin ein Fan von harter Arbeit und das sinnlose Sülzen überlasse ich den Anderen! Die Unterhaltung und das Kennen lernen, die ich auf den anderen Boards ja dennoch hatte, gehen dem grauen Nensch dann auch noch völlig ab. Mir ist ohnehin schleierhaft, wie ich eine Jugend vom Wert eines erfüllten und erlebten realen Lebens überzeugen soll, wenn es jetzt schon eine Generation Erwachsener gibt, die sich freiwillig kastrieren und ihr Leben nur virtuell im zu Griff haben scheinen!