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Unter Freunden

An diesen Montag voller medizinischer Kapriolen hatte ich abends noch einen sehr schönen Termin weit vor den Toren Berlins. Es ging um die recht deutsche Kultur von Vereinsaktivitäten. Dieser Verein gestattet es, mir und meinen besten Kollegen, also Freunden, die Gewässer rund um Berlin, in Brandenburg und Meck-Pomm mit Kanus unsicher zu machen.
Meine aktive Mitgliedschaft ruht zwar seit 2000 aus nahe liegenden Gründen, aber meine Stimme ist gefragt. Solcherlei Treffen finden immer im Haus von Till und Annette statt, weit weg, aber gemütlich und man fühlt sich willkommen. Diese spezielle Freizeitaktivität von Bühnen und anderen Technikern, Beleuchtern und einiger Mitglieder von Orchester und Ballett gibt es nun auch schon an die 20 Jahre und gehört zu den Highlights des Fredrichstadtpalast, ohne direkt was mit dem Spielgeschehen zu tun zu haben.
Sogar einige Leiter der technischen Gewerke gehören da zu gerngesehenen Gästen, wie der ehemalige technische Direktor, der für Alle dort das verkörperte Theater war. Ich hatte das Glück, auch zu diesem handverlesenen Kreis zu gehören und diesen Montag war nun wieder Termin bei Till und Annette. Till ist etwas älter als ich und war entsprechend fleißiger und nennt jetzt drei ziemlich gelungene Kinder sein Eigen. Henning, mit 24 sein Ältester rief interessiert aus Oslo an, um zu wissen was los ist, Nele und Johann waren beim Papa.
Nele ist ein sehr nettes Geschöpf zwischen 16 und 19 und sie kümmerte sich rührend um den kleinen Bruder. Johann, der für mich mit seinen 4,5 Jahren eigentlich noch unter die Kategorie Teppichratte fallen würde, erwies sich als das genaue Gegenteil. Ein hochintelligenter Junge, ein lachender Wonneproppen, der das Herz seines Vaters ziemlich sichtlich mit Stolz erfüllte. Diese Familie war nun umringt von Freunden, die ihrerseits wiederum an Tills Lippen hingen, auf das diese unschlagbaren Wahrheiten in Sachen Planung von sich geben. Till machte dann das, was ein guter Chef macht, er delegierte. Sabine vom Ballet bekam die absolut bedeutende Aufgabe, sich in diesem Jahr um die Boote zu kümmern, Enrico wurde mit dem Einsatz eines würdigen Feuerwerks betraut, Paul und Raimo bekamen die Herrichtung von Tipi und Kute übergeholfen mitsamt Feuerholzbeschaffung ich bekam etwas, das ich am Computer bewältigen kann und auf den Rest entfielen dann diverse speise und getränketechnische Aufgaben, denn das gemeinsame Speisen und Trinken an diversen Feuern ist das zweite Standbein dieser Veranstaltungen neben dem Kanufahren.
Dies alles ging in einer Atmosphäre einer Freundlichkeit vonstatten, wie ich sie jetzt jahrelang vermisst habe. Zumal es hier nicht um irgendwelchen virtuellen Schwachsinn geht, sondern um ziemlich realen Spaß und reale Unterhaltung. Ich freue mich schon auf den ersten Termin im März.