About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Urbanes Esna und schwere See vor Luxor

Dieser Haltepunkt auf der Rückreise fing schon mal ganz gut an. Auf der Promenade am Hafen war echtes einheimisches Leben zu bewundern, eine Hochzeit von Einheimischen. Kein gestellter Lärm für die Touristen, sondern ein sehr urbaner für einen richtigen Zweck. Die Menschen feierten fröhlich auf der Promenade und Touristen waren ihnen dabei so richtig herzlich Scheissegal! Ähnliches Treiben auf der Promenade so mitten in der Nacht habe ich auch schon in Marokko und Mexiko erlebt. Die Läden offen und die Menschen feierten laut und ausgelassen. Torsten und ich konnten das Treiben vom Sonnendeck bei einer Tasse Tee aus recht gut beobachten und er war fasziniert, denn so etwas kannte er nun gar nicht. Der Halt war nur ein sehr kurzer und der Landgang nächsten morgen reichte gerade für einen Besuch in einem einheimischen Teehaus. Dazu mussten wir auf die andere Seite der Promenade. Bezeichnend und voller schöner Erinnerungen war da das Verhalten der Soldaten, die das Ufer bewachten. Wie zu meinen Lebzeiten sprangen sie auf und riegelten die Straße ab, auf das ich sie gefahrlos überqueren konnte. Sie haben eben nichts verlernt. Der Tee war würzig und stark, aber die Zeit drängte, denn das Schiff musste noch durch Esnas enge Nilschleuse, um danach auf hoher See direkt den sicheren Hafen von Luxor anzusteuern. Von Saki, dem schönen Steward hatten wir zwar von Sturmwarnungen und schwerer See gehört, aber wir gingen trotzdem auf das Sonnendeck, um dort unser Wasser mit Schirmchen und den Frühstückgedächnistee, also dem Tee nach dem Tee, zu nehmen. Auf die angepriesenen Tempel von Luxor hatten wir keine wirkliche Lust, denn die hatten wir ja bereits abgehakt. Saki erklärte uns noch kurz, das sich der zuständiger Wettergott der Ägypter Schw ach Sinn schwer übergangen fühlte, weil man ihm keine Jungfrau mehr opfern wollte und da brach das Unwetter auch schon los und es wurde dunkel. Das Schiff wurde von einer 30Meter hohen Woge Gucci-Handtaschen überflutet, von der sich die Ersten sofort auch durch Holz und Stahl zu fressen begannen, denn sie waren aus einheimischem Krokodilleder und hatten lange nichts bekommen. Wir fürchteten ernsthaft um unseren Landgang am nächsten Tag und um den Sitz unserer Frisuren. Zum Glück hatten wir einen umsichtigen Kapitän, der das Problem mit der Jungfrau auf seine Weise löste. Er griff sich beherzt eine fette Frau von den Passagieren, die ganz sicher noch keinen Mann gehabt hatte, warf sie ins tosende Wasser und bot sie Schw ach Sinn als Opfer dar. Der war wohl blind, aber hocherfreut und besänftigte den Nil sofort und wir konnten in Luxor wieder anlegen.
Als ich aufwachte und merkte, das Schw ach Sinn eigentlich nur Schwachsinn war und ich alles nur auf dem Sonnendeck geträumt hatte, war ein halber Tag um und wir lagen vor Luxor. Das Schiff gut vertäut und ich mit einem Sonnenbrand, der es in sich hatte. Sonnengott Ra hatte es wieder zu gut gemeint und ich den Sunblocker vergessen!
Das alternative Ende dieses Kapitels © by Torsten