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Valentin und Dieter

Nachdem ja Freitag, der 13. eher weniger schön ausklang, beschloss ich, den Valentinstag mir und meiner Mutter mit praktischeren Geschenken zu versüßen. Der Alterungsprozess bei Blumen ist mir zu schnell. Zu radikal und zu endgültig.
Wir machten uns auf den Weg zum Media-Markt. Mutter wollte sich was aussuchen und mir schwebte schon einiges Mediales im Kopf herum.
Ganz simple CD-Ständer zum klappen waren mein Wunsch, aber damit konnte der „Markt“ aus irgendeinem unerfindlichen Grund nicht dienen. Also weiter zum nächsten und das war der, von Dieter Bohlen so heftig umtanzte Makromarkt, The Artist Formaly knows as Promarkt und dort beim Informationsschalter“ gefragt.
Die Reaktion war wie heutzutage üblich, ein unbestimmtes Wedeln eines Zeigefingers in eine vage Richtung. Dort fand ich dann aber auch die letzten vier Ständer, die mir zusagten. Im Media-Markt hatte ich noch mein vorletztes, beim Friedrichstadtpalast schwer verdientes Geld, in mehrere DVD investiert, die mir meine schlaflosen Nächte verkürzen helfen sollen und auf dem Rückweg aus dem Makromarkt fand dann auch Mutter ihren praktischen Valentin bei Tchibo in Form von recht billigen Turnschuhen. So Kaffeeladen ist schon erstaunlich. Er bietet Turnschuhe für acht Euro feil, die zwei Läden weiter dann schon wieder vierzig Euro kosten. Es sollen auch vereinzelt Kaffeeshops gesichtet worden sein, die sogar Kaffee im Angebot haben, aber das halte ich persönlich für ein gezielt gestreutes Gerücht. So richtig billig war Dieters Angebot aber auch nicht, denn für umgerechnete 6 DM das Stück habe ich zu Zeiten der DM glatt Zwei in einer Schachtel gehabt. Versteckte Inflation, Betrug oder nur der Schweineeuro, die Ursache kann ich mir aussuchen.
Im Großen und Ganzen muss ich feststellen, das auch das Angebot sehr viel magerer und dürftiger geworden ist, als zu den Zeiten in den Achtzigern, wo Westberlin für mich neu war und ich mit bündelweise geschmuggelter Ostmark den Geldwechselschalter am Bahnhof Zoo frequentierte und dort zu recht deftigen Kursen tauschte. Man wird den Eindruck nicht los, das Westberlin jetzt langsam verostet und das Angebot sich dem Standard der DDR nähert. Denn quer durch eine Großstadt gejagt, nur um einem bestimmtes Produkt zu bekommen, das kenne ich eigentlich nur aus dieser Zeit. Auf dem Weg nach Hause legten wir jedenfalls noch an meiner Videothek an, wo Muttern noch eine billige, weil gebrauchte DVD rauflegte.
Auf diese Art war ich dann doch mit dem Verlauf des Tages zufrieden, weil meine schlaflosen Nächte jetzt gerettet sind. Nur Dieters Tanz um seinen, ach so billigen, Makromarkt kann ich nicht nachvollziehen, denn zumindest an Valentin fand ich das Angebot mager und auch schweineteuer! Man müsste bei der Heftigkeit dieser Werbung um das Herz von Dieter fürchten, hätte er nicht gerade an dieser Stelle einen Kontoauszug implantiert!