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Vampire und andere böse Geschöpfe

Die Zeiten, wo im sich Vampire Film als Graf Dracula in Gestalt von Christopher Lee mit sehr langen Zähnen Blut saugend alleine durch die Nächte und die Jahrhunderte schlich und sich maximal in eine Fledermaus verwandeln konnte und eigentlich eher langweilig, als irgendwie schaurig anzusehen waren, sind spätestens seit Wesley Snipes als Blade vorbei.
Seit Blade und spätestens seit Blade 2 wissen die Fans der morbiden, Blutsaugenden Untoten, das sie sich in gut organisierten Rudeln und bewaffneten Horden durch die nächtliche Welt der Menschen beißen, saugen und schießen. Wo es früher nur den verschämten Biss des Graf Dracula in einen weißen Frauenhals gab, der nur Spuren in der Größe von Mückenstichen hinterließen, wird heute sehr stilecht das Fleisch aus dem Opfer gerissen, was eben die Kiefer und Zähne so hergeben.
Das Blut, was in alten Filmen überhaupt nicht zu sehen war, fließt jetzt gleich eimerweise. Digitale Technik macht es möglich. Auch der biedere Professor Van Helsing ist mittlerweile eher eine Art, bis an die Zähne bewaffneter Rambo, als ein langweiliger Gelehrter vom Typ Peter Cushing oder Antony Hopkins, die mit Knoblauch und Kruzifix herumfuchtelten.
Der neue Van Helsing der neusten Filmgeneration ist eher ein Verschnitt eines christlichen James Bonds mit der Lizenz zum pfählen, unterstützt von einem christlichen geheimen Orden, einer frühen Version des Secret Service, wo ihn eine ziemlich christlicher Q, ein Mönch, mit Waffen ausrüstet, die ihrer Zeit um Jahrhunderte voraus sind. Die Idee des Filmes „Van Helsing“, von Stephen Sommers mit Hugh Jackman ist nicht schlecht, aber ziemlich schlecht und langatmig umgesetzt.
In Van Helsing gibt es noch einen Dracula, der mit der Hilfe eines gewissen Dr. Frankenstein(!) und dessen Erfindungen seine Nachkommenschaft, unendlich viele, aber lebensunfähige Minivampire am Leben halten will.
Leider hat der Film so viele unnötige Längen, das, die eigentlich gute Idee nach einer Stunde schon verschenkt ist. Wer aber auch nur ein Fan von guten und schaurigen Effekten ist, wie ich, dem sei der Film empfohlen. Eine weitaus unterhaltsamere, weil gestraffte Version eines Filmes über Untote lieferte Len Wiseman mit seinem „Underworld“. Da geht es völlig ohne Dracula, aber dafür auch sehr viel spannender zu. Das Volk der Vampire liefert sich über die Jahrhunderte einen blutigen Kampf mit dem Volk der Werwölfe, dort auch Lycaner genannt.
In einer Hauptrolle Kate Beckinsale als Selene, eine Kriegerin der Vampire. Warum man sich bekriegt ist völlig nebensächlich, aber man macht es seit Jahrhunderten und mit dem gebotenem Ernst. Jedes blutrünstige Mafiaepos ist dagegen reines Kinderprogramm. Es gibt untote Tote in Masse und die Effekte sind vom Feinsten. Beides Filme zum abnormen Entspannen, wie ich sie gerne habe.
Beide sicher nicht sehr tiefsinnig, aber dafür unterhaltend. Ganz abgesehen davon ist der Horror nur reine Fiction, die man jederzeit abschalten kann. Nur kommt man dabei auf die Tagesschau, wird man echten Horror und echte Blutsauger erleben.
Nur nennen die sich dort nicht Werwölfe und Vampire, sondern Koalition und Opposition, die ja auch recht sinnlos, nur weniger blutig um die Herrschaft über die Menschen streiten. Mit der grusligen Maske allerdings hat man bei der Opposition wohl doch nicht gespart! Nur sind mir die Vampire auf der Leinwand sehr viel lieber, denn die sind nicht ganz so echt.