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Verfilmter Sadismus

Hostelhostel-410


Ich war ja immer schon der Meinung, dass die Regisseure von brutalen Horrorfilmen mindestens einen an der Waffel haben müssen, bei dem Zeug, das sie so verfilmen und davon ausgehend, muss Eli Roth, der „Hostel“ verbrochen hat, muss eine besonders schwere Kindheit gehabt haben.
Ich weiß nicht, was mich da geritten hat und welcher Teufel der Hölle seine verbrannten Hände da im Spiel hatte, aber ich hab mir nach „Saw“ und „Saw 2“ nun auch „Hostel“ geholt, eine weitere verfilmte Perversion des neuen amerikanischen Horrorfilms, den ich im Kino zu Recht gemieden hatte. Ob nun Neugier, der Hype, den diese Art von Horror gemacht wir oder pure Sammelwut, aber wie auch immer, ich hab mir den Film geholt und genau das zu sehen bekommen, was ich eigentlich auch erwartet hatte, Großaufnahmen von menschlichem Sadismus.
Die Handlung ist ebenso dünn, wie die Qualität der Schauspieler unwichtig sind, denn das Einzige, was sie wirklich können mussten, war einfach nur bluten oder bluten lassen. Ähnlich gestrickt dann auch die Handlung des Films, wenn man sie denn so nennen möchte, was mir im Angesicht des Gesehenen zugegebenermaßen ziemlich schwer fällt, ist eigentlich nur ziemlich flach und durchsichtig. Wie immer sind es ein paar amerikanische College Kids, die auf Abenteuer, aber diesmal im verwerflichen Europa aus sind. Sie geraten über die Lasterhöhlen Amsterdams direkt(!) in eine alte Fabrikanlage beim Bratislava, der morbiden Hauptstadt der der Slowakei und da beginnt nach quälenden 40 Minuten Film dann erst der eigentliche Horror. Nur was auch immer Eli Roth seinen zuschauern zeigen wollte, hat mit Horrorfilm im ursprünglichen Sinn dieses Wortes, wo die Betonung noch auf Film lag, rein gar nichts mehr zu tun. Was dann kommt, hat eher den Charakter von Liveaufnahmen aus einem deutschen KZ oder einer mindestens Abdeckerei, in der Tiere gequält werden und es wirkt erschreckend real, wenn dort perverse, aber reiche Leute aus dem Westen gegen Bares ihre sadistischen Triebe ausleben und mit Kettensägen und anderen, zur Folter umgebauten Instrumenten auf angekettete junge Menschen losgehen, die von den Bewohnern von Bratislava genau dafür eingefangen wurden.
Diese Leute wirkten wie die transsilvanischen Bauern am Fuß des Berges mit Dracula Schloss, nur mit umgekehrtem Vorzeichen, denn sie hatten keine Angst, sondern machten mit und lieferten das Frischfleisch für dieses ekelhaften Treiben in der alten Fabrikanlage.
So ist meine persönliche Wertung dann auch ziemlich eindeutig und negativ. Das Machwerk „Hostel“ bekommt von mir ziemlich miese 2/10 auf meiner ganz persönlichen Skala und das auch nur für den guten Ton, die satten Farben und für die Verpackung der DVD, ein Steel Book. Ansonsten ist „Hostel“ für mich ein klarer Favorit auf dem „Festival des unnötigen Films“ in Schildburg. Wie da nun Quentin Tarantino reinpasst, ist mir persönlich schleierhaft, denn der ist eher für gute Filme bekannt.



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