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Verluste



Da mein Blog das aktuelle Wesen des Internet nachvollzogen und sich verkauft hat, schreibe ich seit 2015 eine längere Notiz zu meinem Leben in der Realität und im Netz nur noch auf meiner HP.
In letzter Zeit gab es einige Verluste
Ein sehr großer für mich, denn zu Weihnachten hatte meine Mutter einen Schlaganfall in meinem Wohnzimmer, wie mir die gerufenen Feuerwehrleute sagten, an dem sie Silvester in der Klinik verstarb, wie ein Arzt mich informierte, weil ich wegen der Seuche Covid selbst nicht hin durfte.
Ich habe eine ganze Zeit benötigt, um diesen Verlust zu verkraften, der nicht nur mentaler Natur gewesen ist, denn Mutter wohnte zwei Wohnungen weiter und konnte mir so auch öfter meine schmerzhaft gelähmte linke Hand ersetzen.
Daher kann ich auch erst jetzt darüber schreiben meine Mutter, die darauf bestand, von allen Leuten, auch von meinen Freunden und Bekannten nur als Molli angesprochen zu werden, denn sie betrachte alle in meinem Alter als ihre Kinder und ging mit ihnen entsprechend locker um. Allerdings auch mit meinen Freundinnen, die selbst ich mal hatte. Da ich von denen gerne verlassen wurde, waren das aber recht einseitige Beziehungen. Auch, als ich einige davon von ihrem Tod informierte, waren die Reaktionen eher frostig, was mich ziemlich erschrocken hat. Zu Zeiten der DDR ist sie mit mir mal in ihren Trabant nachts durch Berlin gefahren, um von einer Baustelle Zement zu besorgen, den es im freien Verkauf nicht gab, ich aber für einen Kollegen brauchte, dem ich beim Renovieren seiner Wohnung geholfen habe.
Der Kollege ist schon länger Geschichte, aber meine Mutter war da, um mich und meine Bekannten zu verwöhnen. Aber auch finanzielle Sicherheit hat sie mir gegeben, denn nach 40 Jahren recht harter Arbeit in der Gastronomie eine ganz gute Rente. Für ihre Bestattung hat sie einer Versicherung abgeschlossen, damit mich das nicht auch noch belastet, aber natürlich belastet es mich, denn es geht immerhin um meine Mutter. Um mein Wohlbefinden kümmern sich nun die AWO, die Arbeiterwohlfahrt, meine Tante, die auch schon recht krank ist und ein junger Freund von 38 Jahren und seine genauso alte Freundin ganz rührend um mich.
Meine Mutter war 83 und das empfinde ich als zu jung, denn ich sehe täglich Frauen in den Medien, die 90 und sogar noch älter sind.
Der zweite Verlust ist einer der Filmindustrie und trifft mich nicht annähernd so hart. Sidney Poitier ist mit 94 Jahren gestorben und dessen aktive Zeit ist schon länger vorbei. Ich kenne nur zwei Filme mit ihm, „Flucht in Ketten“ und „In der Hitze der Nacht“
Beide sind recht gut und waren wohl auch Meilensteine gegen den Rassismus in Hollywood.
Ich für meinen Teil hab nun noch mehr Zeit, um zu schreiben, aber da ich nun erst recht an die Wohnung gefesselt bin, werden es weiter Beobachtungen des Internet und Filmkritiken sein