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Virtuelle Vitazwerge

Das ist eine eigentlich moderne, ziemlich mutierte und kaputte Lebensform des Menschen, wie sie mir in den letzten Jahren in den engen Weiten des virtuellen Internet begegnet ist. Ein Kosmos von Humanoiden absolut jeder Altersklasse, von denen jeder meint, Alles und Jedes besser zu wissen und selbstverständlich auch zu können. In der Mehrzahl sind diese Wesen jung und haben gerade mal die Vita einer Erdnuss und sind reich und behütet aufgewachsen, ohne jeden Mangel und viele offenbar auch ohne jedes Unrechtsbewusstsein. Nicht alle, aber doch ein sehr großer Teil.
Eigentlich nur erstaunlich, das es auch anders geht, wie die kleine Minderheit beweist. Auch und gerade die Leute im Internet, die sich per Definition und Alter als Erwachsene bezeichnen können, nutzen das Internet weniger zu brauchbarer Kommunikation, als vielmehr als ein Versteck für ihre eigene Unwichtigkeit oder ihre abartigen Triebe.
Ob sie nun aus deutschen Kaffs wie Pinneberg und Osnabrück kommen oder aus einer Grazer Steinspalte, erst im Internet leben und blühen diese erwachsenen Humanoiden auf und lassen da die Sau raus, für die in ihrer Realität kein Platz ist, weil sie diese nur mit Scheuklappen und sehr trichterförmig erleben und dort treten sie dann um sich. Für mich eine recht erstaunliche Erfahrung, das es soviel Menschen gibt, deren gesundes Leben noch erbärmlicher und noch weniger erfüllend ist, als mein krankes, das sie sich in einer virtuellen Welt erst ausleben können.
Spätestens jetzt sehe ich mit Erschüttern und auch einer gewissen Befriedigung, was für ein erfülltes Leben ich doch hatte und sogar jetzt als Kranker noch habe. Man ist im Internet heftig bemüht, mir mein erlebtes und ziemlich reales Leben streitig zu machen, aber dahinter steckt nur verzweifelter Neid.
Den hält man mir Abenteuerlicherweise auch vor, weil ich in meiner Jugend ja kein Internet gehabt habe. Ein ziemlich schauderhafter Gedanke, eine virtuelle Jugend gehabt zu haben, die hauptsächlich aus verbrauchten Kilobytes in virtuellen Welten besteht. Leider kommen einige Kids in der Beziehung um das Internet gar nicht mehr herum, weil es mit dem häuslichen und schulischen Umfeld auch nicht mehr zum Besten steht und sie sich in dieser Welt voller Hyänen Freunde über das Internet suchen müssen.
Da geraten sie dann auch an solche heftig gestörten erwachsenen, die unter Freundschaft nur irgendwas (Homo)Sexuelles verstehen. Ein widerlicher Gedanke, aber leider eine Tatsache.
Da werden dann perverse Fotos gewünscht und die geistigen Fußgänger unter den Jugendlichen gehen aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen darauf ein und Stunden später geistern diese abartigen Fotos dann durch das Internet. Ich habe es erlebt. Wenn diese Erwachsenen dann, angespornt durch willige Kids aus dem Internet, ihr Treiben in die Realität verlegen und dort dann Kinder verschwinden, ist das Geschrei in den Medien wieder groß und alles sucht voller falscher Betroffenheit nach den Gründen.
Die sehe ich in den, ansonsten körperlich gesunden Erwachsenen, die ihr minimales Leben im und mit dem Internet verplempern. Angefangen beim 30jährigen Studenten, der bis auf eine große Fresse noch nichts Handfestes bewiesen hat, über die alte Frau, die es sich zum Ziel setzte, mich aus dem Internet zu vertreiben bis zu dem 60 Jahre(!) alten Mann, der ihr nach Kräften dabei zur Seite stand.
Irgendwie bezeichnend für die Bewohner des Internet, das die Beiden mir vorher noch ihre Freundschaft erklärt hatten. Gegebene Worte und Versprechen zählen bei solchen Leuten, die im Netz hausen, meist recht wenig bis gar nichts. Dann legte ein anderer „Freund“ ähnlich nach und flippte im Besitz irgendwelcher wertloser "Titel" im Internet genauso aus, wie die alte Frau und fing an mich zu jagen. Er zeigte sich dann auch von der perversen Seite, lebte kerngesund von Sozialhilfe, obwohl er einen Job gehabt hätte, zwei von den fünf Millionen Arbeitslose hätten ihn allein dafür gesteinigt und suchte über das Internet meist was recht Minderjähriges fürs Bett.
Beruhigend und überraschend dann auch die Ausnahmen, wie Felix, Christoph, Daniel, Julian, Markus, Simon, Freddy und Mario, nur leider ein verschwindend geringer Teil, gegenüber dem Hässlichen, was mir in den letzten Jahren begegnet ist. Das Computernetzwerk des Internet, welches vor 30 Jahren für den Verteidigungsfall erfunden wurde, dann eine Stätte des Wissens und der Kommunikation wurde, ist zum sexuellen Abenteuerspielplatz für Perverse mutiert. Gut, das ich vom Friedrichstadtpalast einen Brief bekam, wo meine Arbeit gebraucht wird, da kann ich mich etwas von der Heuchelei im Internet fernhalten und etwas Vernünftiges mit meiner Zeit anstellen. Meine brauchbaren Freunde habe ich real und auch im ICQ.
Ausnahmen bilden eigentlich nur Diejenigen, die ihrer Zeit gemäß mit dem Internet arbeiten oder es als Plattform für normale Kommunikation benutzen.